Werwölfe

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WERWÖLFE


1. Entstehung

2. Spezifische Merkmale

3. Fortpflanzung

4. Über Leben und Sterben

5. Rudelverhalten

6. Einfluss des Mondes

7. Alles auf einen Blick

1. Die Entstehung

Die Legende besagt, dass eine Gruppe Menschen durch den Fluch einer Hexe mit einem Rudel Wölfe verschmolzen ist und so die Werwölfe entstanden. Andere glauben, dass sie evolutionär auf einen gemeinsamen Vorfahren mit den Gestaltwandlern zurückzuführen sind, was jedoch aufgrund der häufigen Antipathie gegenüber der anderen Wesensart von beiden Seiten meist heftig bestritten wird.

2. Spezifische Merkmale

Sie besitzen sowohl eine menschliche, als auch eine wölfische Gestalt. In ihrem Inneren existieren zwei Seelen, die miteinander kommunizieren können - Mensch und Wolf. Während der ersten Lebensjahre ist die Stimme des Wolfes nur ein Flüstern im Hintergrund. Erst mit der ersten Wandlung, welche meistens irgendwann um das zwanzigste Lebensjahr erfolgt, wird die Stimme des Wolfes deutlich.

Bis zu ihrer ersten Wandlung gelten sie als Welpen, ab dieser als Jungtiere. Erwachsen ist ein Werwolf mit Einsetzen der Geschlechtsreife, die meist etwa zehn bis fünfzehn Jahre nach der ersten Wandlung eintritt.

Die Wolfsgestalt entspricht grundlegend der eines normalen Wolfes, allerdings sind Werwölfe größer, stärker und schneller als normale Wölfe. Ihre Sinne sind meist genauso gut oder besser, einzig ihr Sehvermögen entspricht dem normaler Wölfe. Das bedeutet, dass sie zwar eine Rot-Grün-Schwäche haben und Unbewegtes schlechter sehen, dafür jedoch Bewegungen sehr gut wahrnehmen und Grautöne besser differenzieren können. Dieser Fokus des Sichtsinns ist besonders ihrem Jagdverhalten geschuldet.
Die menschliche Gestalt ähnelt der des Wolfes häufig - ein sehr schlanker Werwolf besitzt auch eine schlanke Wolfsgestalt, während ein breit gebauter, sehr muskulöser Werwolf auch eine entsprechend gebaute Wolfsgestalt hat. Häufig sind Augen- und Fell- bzw. Haarfarbe in Wolf- wie in Menschengestalt ähnlich, allerdings ist dies nicht zwingend der Fall.

Werwölfe zeichnen sich in Menschen- wie in Tiergestalt durch ihre schnellen Reflexe, ihre hohe Ausdauer und körperliche Kraft aus. In Menschengestalt besitzen sie die verbesserten Sinne ihres Wolfes. Besonders herausragend ist der Geruchssinn der Werwölfe, der es ihnen beispielsweise sogar ermöglicht, zu wittern, wenn eine Frau schwanger ist.

Werwölfe haben sehr starke Selbstheilungskräfte, kleinere Schnitte und Verletzungen hören sofort auf, zu bluten und heilen innerhalb weniger Stunden vollständig ab. Selbst schwere Verletzungen wie Schusswunden, Amputationen oder mehrfache Knochenbrüche brauchen allenfalls Stunden bis wenige Tage um abzuheilen. Nur selten kommt es zu Infektionen mit Narbenbildung. Lediglich Verletzungen durch Silber hinterlassen immer Narben.
Bereits im Welpenalter werden diese Anlagen deutlich, auch wenn sie meist erst als Jungtier nach der ersten Wandlung voll ausgeprägt sind.

Die Verwandlungen sind in beide Richtungen ausgesprochen schmerzhaft. Schnelle Verwandlungen oder Verwandlungen innerhalb einer Bewegung (wie Rennen) sind besonders schmerzhaft, vor allem bei der Rückverwandlung.
Mit steigendem Alter gewöhnen sich Werwölfe an den Schmerz, allerdings kann es auch passieren, dass die Angst vor den Schmerzen der Verwandlung so groß wird, dass ein Werwolf in einer Gestalt verbleibt. Die Kleidung muss vor der Verwandlung abgenommen werden, da sie sonst im Zuge der Metamorphose zerreißt oder beschädigt wird.

Unter starken Gefühlsregungen, wie großem Zorn oder großer Angst, kann eine Wandlung auch unwillkürlich erfolgen, oder durch den Wolf provoziert werden. Häufig deutet sich ein nahender Kontrollverlust in partieller Wandlung an - so verändert sich zum Beispiel nur das Gebiss, die Finger werden zu Krallen oder die Augen verändern sich.

Viele Werwölfe besitzen auch in Menschengestalt ähnlich zu ihrer Wolfsform eine Rot-Grün-Schwäche oder sind farbenblind. Dafür können sie dann ebenfalls Grautöne besser differenzieren. Etwa fünf bis zehn Prozent der Werwolfpopulation sind davon betroffen.

Feine Nasen können eine für Wölfe typische Duftnote wahrnehmen, welche der eines normalen Wolfes ähnelt.

3. Fortpflanzung

Wie Wölfe oder Hunde werden Werwolffrauen etwa zweimal im Jahr läufig. Die fruchtbare Zeit deutet sich bei ihnen oft schon im Vorfeld durch große Anschmiegsamkeit oder gesteigerte Libido an, ehe sich eine weitere Note in ihren Geruch mischt, auf die alle männlichen, geschlechtsreifen Werwölfe instinktiv reagieren. Ungebundene Werwölfe fechten gelegentlich Rangkämpfe um die läufigen Frauen aus, in Rudeln wird entsprechend der Hierarchie darauf reagiert. Werwölfe, die sich in einer festen Bindung mit einer Wölfin befinden, reagieren besonders aggressiv auf potentielle Rivalen.
Mischlinge aus Wölfen und Menschen werden meist als reine Menschen geboren, nur selten setzt sich das Wolfsgen bei Paarungen außerhalb der eigenen Wesensart fort. Das mittlere Trimester ist die kritische Phase der Schwangerschaft, Wandlungen sind der werdenden Mutter deshalb ab dieser Zeit nicht mehr möglich. Im ersten Trimester sind Wandlungen noch möglich, jedoch immer mit der Gefahr verbunden, dass der Embryo dadurch nachhaltig geschädigt werden oder ein Frühabort erfolgen kann.

Entgegen der Legenden ist es nicht möglich, durch einen Biss oder eine Verletzung eines Werwolfs selbst zu einem zu werden.

4. Über Leben und Sterben

Die Lebenserwartung von Werwölfen liegt bei etwa 500 Jahren, sofern sie sich regelmäßig in die Wolfsgestalt verwandeln. Zum Ende ihrer Lebenszeit altern sie in fünf Jahren etwa so sehr wie ein Mensch in einem Jahr.

Durch ihre starken Selbstheilungskräfte sind sie sehr schwer zu töten. Sie werden zwar nicht unbedingt seltener krank als normale Menschen, verkraften Krankheit und Verletzung aber wesentlich besser.

Berührungen mit Silber fügen ihnen schwere Verletzungen zu. Die Heilungsdauer ist wesentlich länger als normal, Infektionen kommen häufig vor. Bei Verletzungen durch Silber kommt es immer zu einer Narbenbildung. Werwölfe können durch Munition aus Silber oder mit Silberlegierung getötet werden.

Mit Eisenhut kann man einen Werwolf vergiften. Dabei verliert er an Stärke, Geschwindigkeit und büßt einen Teil seiner Selbstregeneration ein. Je nachdem, wie schwer die Vergiftung ist, können Werwölfe sogar daran sterben, meist durch Atem- oder Herzstillstand oder aufgrund schwerer Verletzungen.
Davon abgesehen sind Wölfe nur durch Enthauptung oder einen Kopfschuss mit herkömmlichen Waffen zu töten.

5. Rudelverhalten

Werwölfe sind ausgesprochen soziale Wesen mit starkem Hang zur Rudelbildung. Innerhalb ihres Rudels leben sie in einer familienartigen Struktur zusammen, angeführt von meist zwei Alphawölfen - dem Alphaweibchen und dem Alphamännchen, welche in fester Partnerschaft miteinander stehen. Wenn Werwölfe einmal einen festen Partner haben, sind sie üblicherweise sehr monogam, allerdings hat dies durch den Kontakt zu anderen Wesen und den Fortschritt nachgelassen, auch die Bildung richtiger Rudel wird zunehmend seltener.

Werwölfe vor ihrer ersten Verwandlung gelten als Welpen, sie werden von dem gesamten Rudel unterstützt und lernen Rudel- und Sozialverhalten. Ab der ersten Verwandlung gelten die Werwölfe als Jungwölfe. Sie beteiligen sich an der Erziehung und Aufzucht der Welpen, zeigen aber bereits jetzt häufig schon ihre Anlagen für das spätere Dominanzverhalten. Nach Erreichen der Geschlechtsreife zählen Werwölfe als ausgewachsen. Häufig halten ausgewachsene Werwölfe nur noch losen Kontakt zu ihrem alten Rudel und gründen stattdessen ein eigenes, um Rangkämpfe zu vermeiden.

Besonders dominante Werwölfe werden immer als Alphawölfe bezeichnet, selbst, wenn sie keine Alpha-Position in einem Rudel einnehmen. Es ist ihnen durchaus möglich friedlich in einem Rudel mit einem anderen, vorherrschenden Alphawolf zu leben. Kommt es zu Rangkämpfen, sucht sich der jüngere Alphawolf meistens ein eigenes Revier und gründet ein neues Rudel.

Eine wirkliche Rangordnung existiert so selbst in großen Werwolfrudeln nur selten, diese entstehen nur, wenn die Wölfe dazu gezwungen sind, auf engen Raum miteinander zu leben, ohne die Möglichkeit zu haben, dass einzelne Werwölfe abwandern und ein eigenes Rudel an anderer Stelle gründen.

Auch Nicht-Werwölfe können Teil eines Rudels sein, in Form von engen Vertrauten oder sogar Lebenspartnern anderer Wesensarten. Unter jungen, ausgewachsenen Werwölfen in städtischen Gegenden ist ein Rudel häufig in Form einer Cliquen-Bildung vorzufinden.

6. Einfluss des Mondes

Die Kräfte der Wölfe werden durch den Mond mit beeinflusst.
An Neumond sind sie weniger agil und heilen sich schlechter, während ihre Fähigkeiten bei Vollmond stärker ausgeprägt sind.
Bei einer Sonnenfinsternis befinden sie sich auf dem Höhepunkt ihrer Kraft, bei einer Mondfinsternis hingegen verlieren sie die Fähigkeit, sich in einen Wolf zu verwandeln und sind wieder so empfindlich, verletzlich und angreifbar, wie als Welpen. Für die Dauer der Mondfinsternis ist der Wolf zwar noch da, aber nur noch als undeutliches Murmeln im Hinterkopf, Wolf und Mensch können nicht miteinander kommunizieren.

7. Auf einen Blick

  • zwei Seelen in einem Körper: Mensch und Wolf
  • sind von Mondphasen abhängig
  • werden bei regelmäßiger Verwandlung bis zu 500 Jahre alt

Stärken
  • stärker als Menschen und Vampire, schwächer als Ghule
  • schneller als Menschen, langsamer als Vampire
  • am stärksten ausgeprägter Geruchs- und Gehörsinn aller Wesensarten
  • starke Selbstheilungskräfte
  • besonders stark bei Vollmond

Schwächen
  • Kontakt zu Silber führt zu starken Verletzungen bis hin zum Tod
  • Eisenhut führt zu schweren Vergiftungen bis hin zum Tod
  • besonders schwach bei Neumond
  • viele Werwölfe sind auch in Menschengestalt farbenblind oder besitzen eine Rot-Grün-Schwäche
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