Caden O'Brien

#1
Allgemeines
Schönen guten Tag. Die Ausweispapiere, bitte!


Name:
Caden O’Brien (1912 - 1939 // 1972-1988 // 2017) // Loan “Licht” - Keltisch

Brian Chadway (1939 - 1948)
Ceawin Braden (1948-1956)
Bran Connors (1956-1969 // 2002-2016)
Connor Byron (1969-1972)
Bryce Corwin (1988-2002)


Wesens- oder Menschenart:
Werwolf

Alter // Geburtsdatum:
105 Jahre // wird vom Aussehen her auf Anfang 30 geschätzt // geboren am 13.08.1912

Aussehen / besondere körperliche Merkmale:
Wenn Caden einem auf der Straße begegnet, dann überragt er einige zwar mit seinen 1,82 Meter und ist mit seinen 86 Kilo an Muskeln auch nicht gerade zierlich, aber Eindruck hinterlässt er damit eher weniger. Wobei der Blick vieler Menschen als erstes auf seine Augen und seine Haare fallen, denn auch wenn seine Augen einen leicht verwaschenen Blauton haben und seine Haare lediglich an ein Straßenköterblond erinnern, so hat er selbst kein Problem damit diese auch mal Länger zu tragen oder sich die Seiten ab zu rasieren, einen Irokesen zu tragen, wobei er diese nie mit Haargel stylen würde, eher verarbeitet er diese dann zu Dreadlocks und bindet sie zu einem Zopf zurück.
Was einem jedoch auffallen könnte, sollte man ihm etwas genauer ins Gesicht sehen, ist der Punkt das sein rechtes Auge kleiner wirkt als das linke, etwas was er sich selbst nicht erklären kann, wobei das rechte auch sein schlechtes Auge ist, denn auf diesem hat er eine Rot-Grün-Schwäche, wovon er aber niemandem etwas erzählt, es für sich behält, gerade da dieses Auge in seiner Wolfsform nicht einmal eine besondere Grauschattierung hervorhebt, was ihn aber bei Jagen weniger beeinflusst, als man es vielleicht glauben mag.
Aber auch das seine Nase leicht schief ist, könnte einem Auffallen, wobei dies davon kommt das er sich als Welpe beim Rangeln mit Freunden die Nase gebrochen hat und dieses damals noch nicht gerichtet wurde, daher stammt auch eine kleine Narbe, die sich quer über seinen Nasenrücken zieht. Weshalb diese nicht ganz verschwunden ist? Warum die Narbe geblieben ist? Kann er selbst nicht erklären.

Das ist jedoch nicht die einzige Narbe, die er sein eigen nennt, denn er hat auch eine Narbe auf dem rechten Schulterblatt, welche von einer Silberkugel stammt, die ihm von einem Jäger verpasst wurde.
Die für ihn schmerzhaftesten Narben sind allerdings die beiden an seinen Handgelenken. Um beide ziehen sich feine Narben, die eine ist die Narbe der Bindung, einer Bindung die er vor Jahren eingegangen ist, aber inzwischen rein seiner Vergangenheit angehört und die andere, am rechten Handgelenk, stammt von einer Schlingenfalle, in welche er in seiner eigenen Unachtsamkeit geraten war. Beinahe hätte es ihn seine Hand gekostet, als er aus der Wolfsgestalt wechselte, um sich selbst aus dieser zu befreien. Ein großer Fehler, den er sicher nicht noch einmal begehen würde.

Und was seine Kleidung betrifft - diese ist meistens Zweckmäßig, bestehend aus Jeans und T-Shirt, hin und wieder auch mal ein Hemd oder eine Sweatshirtjacke, aber schickere Sachen wird man an ihm eher nicht sehen. Das einzige an Accessoires ist eine Kette, an welcher zwei Ringe, sein Ehering und der seiner verstorbenen Frau, hängen und diese nimmt er nicht einmal ab wenn er sich verwandelt, wobei sie dann in seinem Fell verschwindet. Lediglich wenn er weiß das es zu Kämpfen kommen kann, nimmt er sie ab um niemandem einen Angriffspunkt zu liefern.
Als Wolf ist sein Fell hell, nicht weiß, aber nahe dran, sogar minimal heller als seine Haarfarbe, wobei das Fell immer schmutzig wirkt, da es auch dunklere Stellen gibt, so auch auf seinem Rücken und an den Hinterläufen.

Persönlichkeit
Auch, wenn man vielen Leuten den Mangel dieser unterstellt – wir alle haben eine!


Eigenschaften:
Caden ist kein lauter Geselle, sondern gehört eher zu den Ruhigeren, er kann die ganze Zeit still neben einem sitzen, wirkt dann oft in sich gekehrt und Geistig abwesend, als würde er nichts um sicher herum mitbekommen, aber das täuscht, denn er ist ein sehr guter Beobachter, jemand der beinahe alles um sich herum mitbekommt, während er selbst sich wirklich eher zurück hält und nicht viel redet, zumindest dann nicht, wenn es in seinen Augen nicht nötig ist. Und das ist es für ihn selten, wenn mehr als drei weitere Leute anwesend sind.
Aber auch wenn er an sich jemand ist der nicht viel redet, der eher beobachtet und abwartet, so ist er auch ein Macher und handelt wenn es in seinen Augen nötig ist, wobei das wirklich ganz in seinem Ermessen liegt, er sich da nicht hinein reden lässt. Das ist wohl auch ein Punkt, warum er trotz seines inneren Drangs sich wieder einem Rudel an zu schließen, genau dies in den vergangenen Jahren nicht gemacht hat. Wenn ihm einer Krumm kommt, sollte dieser besser auf Cadens Körpersprache achten, ansonsten kann es passieren das er den anderen mal eben durch den Wolf dreht, er kann ziemlich aus der Haut fahren, an die Decke gehen. Ja, manche bezeichnen ihn sogar als ‘Wegmacher’, als ‘Aufräumer’, wenn er ihnen denn die Chance gibt ihn so genau zu beobachten. In seinem ehemaligem Rudel zumindest hatte er diesen Posten lange Zeit inne.
Innerlich verspürt er immer eine leichte Kampfeslust, ist niemand der einer begründeten - oder auch mal einer impulsiven - Auseinandersetzung aus dem Weg geht und auch schon mal zuschlägt. Unterdrücken kann er es nicht immer, doch hat er gelernt sich selbst und auch Loan zurück zu halten, aber unterordnen wird er jetzt wohl neu lernen müssen, wenn er sich wieder einem Rudel anschließt, denn dort kann man nicht einfach nach seinem eigenen Kopf handeln.

Gut, es gibt auch etwas, mit dem er überhaupt nichts anfangen kann und bei dem er lediglich den Kopf schüttelt, denn Caden ist jemand, der mit seinem innerem Wolf vollkommen im Einklang lebt, natürlich haben die zwei auch mal einen inneren Disput, trotzdem weiß er dass er sich auf Loan verlassen kann, weshalb es für ihn unverständlich ist, wenn jemand genau das nicht kann, mit seinem innerem Wolf nicht im Einklang lebt, halt ein typischer Stadtwolf ist und die Dränge des Wolfes nicht verstehen, nicht umsetzen kann. Ja, Stadtwölfe sind nicht sein Fall, ebenso mag er aber auch keine Sprücheklopfer, Leute die nur Reden, aber nicht Handeln oder auch Rudel, die es nicht hinbekommen sich gegenseitig zu schützen oder gar sich an Verhaltensregeln in fremden Rudeln zu halten. Und das eigene Rudel zu schützen, oder die die einem wichtig sind, das ist in seinen Augen mit das wichtigste, denn ja, er besitzt einen sehr ausgeprägten Beschützerinstinkt. Wenn ihm jemand wichtig ist, wird dieser beschützt und wenn das seinen eigenen Tod bedeuten kann, dann ist das so.

Ansonsten wirkt Caden hin und wieder wie ein Snob, nicht wegen seines Aussehens, sondern einfach wegen seinem Verhalten anderen gegenüber, weil er diesen nicht immer die Beachtung zukommen lässt, die diese sich vielleicht erhoffen, aber er will einfach seinen eigenen Weg gehen, auch wenn er genau weiß das er mit seinem Verhalten hin und wieder aneckt und es nicht immer gern gesehen ist.
Doch eigentlich ist er ein sehr umgänglicher Kerl, ist Bodenständig und ehrlich, zumindest wenn ihm eine Person wichtig ist, dann hat er vor dieser keine Geheimnisse.

Sollte man ihn fragt was er am liebsten mag, ist seine Antwort eigentlich immer die gleiche. Wald, Natur und auch Gewitter. Ja, wenn er in der Natur sein kann, dann ist für ihn die Welt in Ordnung. Dann kann er einfach er selbst sein und auch mal rennen, seinem Wolf die vollkommene Oberhand gewähren. Und warum ausgerechnet Gewitter? Seit ihr schon einmal nach einem Gewitter durch einen Wald gelaufen? Alles riecht, durftet. Es umgibt einen einfach ein unglaublicher Duft, beinahe als könnte man riechen wie überall neues Leben erwacht.
Und wenn man wissen will was er absolut hasst - fällt meistens nur ein Begriff. Städte! Dort ist es ihm zu Laut, zu hektisch, zu unruhig. Außerdem stinken die meisten Städte bestialisch, was seine feine Nase nur zu deutlich wahrnehmen kann.

Besondere angeeignete Kenntnisse oder Fähigkeiten:
Wer in einem Rudel aufgewachsen ist, lernte sicher schon früh zu kämpfen, wobei jedes Rudel seine eigenen Grundlagen hat und in dem Rudel, in welchem Caden aufwuchs, standen der Umgang mit Pfeil und Bogen, sowie der Umgang mit einer Axt an oberster Stelle. Schon sehr früh lernte er den Umgang damit kennen, lernte wie man einen Pfeil zu halten hatte, aber auch wie man es mit einer Axt schaffte auf die Distanz hinweg ein Ziel zu treffen, ohne sich selbst dabei groß in Gefahr zu bringen. Und während er lernte mit den Waffen um zu gehen, lernte er auch wie er sie bauen konnte, wie sie hergestellt wurden und was man dafür brauchte, ebenso wie sie einfach zu reparieren waren, wenn man nicht unbedingt alles dafür da hatte. Lernte wie man sich mit einfachen Mitteln weiter helfen konnte.
Gut, er lernte nicht nur den Umgang mit diesen… beinahe schon primitiven Waffen, sondern lernte mit den Jahren auch den Umgang mit Schusswaffen kennen, wie man diese auseinander und wieder zusammen zu bauen hatte, wobei ihm die einfachen Waffen immer lieber waren, denn diese waren meistens Lautlos, erzeugten keinen Krach und vor allem kamen sie unerwartet auf einen zu. Was wohl mit ein Grund ist, warum er sich schon als junger Mann sehr für das Schmieden anfing zu interessieren. Caden fand es immer faszinierend wenn aus einem Klumpen Metall eine Waffe wurde. Oder auch andere Gegenstände, wobei ihm Waffen wie Pfeilspitzen, Äxte und auch Messer besonders liegen.
Aber nicht nur mit Waffen weiß Caden sich zu verteidigen, denn auch wenn das immer seine liebste Beschäftigung war, so achtete sein Vater sehr darauf das er auch den Nahkampf erlernte, sich ohne Waffen zu verteidigen, egal ob der Gegner nun bewaffnet war oder nicht.

Doch nicht nur das Kämpfen lernte er sehr früh, sondern auch wie er sich als Mensch ohne Probleme in der Wildnis zurecht finden konnte, lernte spuren zu lesen, was er oft als unnötig ansah, aber gegen seinen Vater setzte er sich einfach nicht durch und mittlerweile versteht er auch warum dieser darauf bestand, immerhin kann er nicht pausenlos als Wolf durch die Gegend streifen. Vielleicht ruht daher auch seine sehr stark ausgeprägte Naturverbundenheit, oder kommt sie daher, das er mitten im Nirgendwo in Kanada aufgewachsen ist.

Was seine Sprachkenntnisse angeht kann er neben Englisch und Französisch auch mit Eastern Montagnais, einem Dialekt der Cree aufwarten, eine der Sprache der First Nations of Canada, wobei er diese auch nur lernte, weil er ganz in der Nähe von einem ihrer Reservate aufgewachsen ist.

Besondere angeborene Kenntnisse oder Fähigkeiten:
Angeboren sind natürlich die Fähigkeiten die das Wesen eines Werwolfes mit sich bringt, wobei sein Geruchssinn noch etwas besser ausgeprägt ist als bei anderen Wölfen, was auf seinen leichten Sehfehler zurück zu führen ist, denn irgendwie muss er diesen gerade in seiner Wolfsform ausgleichen. Wobei nicht nur sein Geruchssinn etwas ausgeprägter ist, sondern er auch über eine ziemliche Sprungkraft verfügt, etwas was er jahrelang trainiert hat, darauf hingearbeitet hat und es auch einzusetzen weiß.

Was vielleicht keine angeborene Fähigkeit ist, aber doch zeigt wie sehr man mit seinem Wesen verbunden sein kann, ist die Tatsache das er überhaupt keine Angst vor den Schmerzen der Verwandlung hat, sondern diese beinahe freudig erwartet, sich gerne in diesen Schmerz begibt, wobei er auch nur kurz andauert, vielleicht sogar kürzer als bei anderen Wölfen, denn Caden nutzt jede Gelegenheit sich zu wandeln, seinem Wolf die Freiheit zu gewähren, die dieser braucht. Möglicherweise hängt diese geringe Angst vor den Schmerzen auch damit zusammen, das Caden der Ansicht ist, das in seinem Körper nur eine Seele steckt, denn so fühlt es sich für ihn an. Loan und er sind eine Seele, er vertraut Loan ohne irgendwelche Einschränkungen, zieht sich in ihrer Wolfsform sogar teilweise fast komplett zurück und überlässt diesem gänzlich die Oberhand.

Lebenslauf
Wir sind gründlich. Wir wollen alles wissen. Alles.


Vorgeschichte:
1912 - 1939 - Caden O’Brien
Caden war das dritte Kind seiner Eltern, als er am 13 August 1912, im Hochsommer Neufundlands, kurz nach Mitternacht, geboren wurde. Und auch wenn es für seinen Vater eine glückliche Nacht war, war es auch eine Nacht des Verlustes, denn Caden hatte sich ausgerechnet die Neumondnacht ausgesucht um auf die Welt zu kommen. Warum es eine Nacht des Verlustes war? Nun, während er seine eigene Geburt ganz gut überstand, war dies bei seiner Mutter nicht der Fall, denn bei dieser setzten sehr starke Blutungen ein, gegen welche noch nicht einmal die Medizinfrau der Miawpukek, dem ansässigen Ureinwohnerstamm, etwas unternehmen konnte. Zudem war durch den Neumond ihre Selbstheilung so geschwächt, das man ihr nicht mehr helfen konnte, so dass Dubhan O’Brien plötzlich alleine mit seinen Kindern da stand - und einem Rudel Werwölfe, welches seine Alphawölfin verloren hatte.
Das Rudel in Neufundland, mitten im Nirgendwo auf dem kleinen Inselversatz Bay du Nord, war nicht sonderlich groß, trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen, gab es in diesem einen sehr starken Zusammenhalt, etwas worauf sehr viel Wert gelegt wurde, aber auch darauf das jeder im Rudel im Einklang mit seinem inneren Wolf war.
Dadurch dass das Rudel seine Alphawölfin verloren hatte, änderte sich einiges, denn so fehlte Dubhan die Frau an seiner Seite, welche er schon so lange liebte, wobei das auch bedeutete das seine drei Kinder ohne Mutter aufwachsen würden. Doch auch wenn das so war, wuchs Caden sehr behütet auf, das ganze Rudel kümmerte sich um die Kinder, wobei die ersten vier, fünf Jahre für ihn noch sehr ruhig waren, das einzige was in der Zeit immer war und vollkommen gegen sein Inneres sprach, war die Tatsache das seine Schwester, welche 9 Jahre älter war als er, die meiste Zeit des Jahres im Internat verbrachte. Denn das war wohl ein Punkt der das Rudel seines Vaters von anderen unterschied. Mit 11 Jahren kamen die Kinder nach St. Johns auf ein Internat, wo sie ihren Schulabschluss machen sollten, wobei sie darauf zu Hause sehr gut vorbereitet wurden.
Denn mit seinem fünften Geburtstag fing auch seine Ausbildung an, was bedeutete das er mit den anderen Kindern in seinem Alter oder auch etwas älteren, die Schulbank drückte und neben allem was mit dem dasein als Werwolf einherging, auch in schulischen Fächern unterrichtet wurde.
Caden war nie jemand der sich sonderlich für das interessierte, was er in der Rudeleigenen Schule lernte, ihm lagen eher die anderen Sachen, die Sachen die mit dem Leben als Werwolf und dem Leben in der Natur zu tuen hatten, denn in seinen Augen würde er nur diese in seinem Leben wirklich brauchen, weshalb er was das anging auch immer sehr fleissig war und es sich nicht nehmen ließ auch mal so lange zu nerven, bis er eine passable Antwort auf eine Frage erhielt.

Er war Elf, als er ebenfalls nach St. Johns aufs Internat geschickt wurde, denn auch er sollte seinen Schulabschluss machen, wobei es nicht einfach für ihn war, denn das erste Mal war er wirklich von seinem Rudel getrennt und das, wo doch die Stimme in seinem Kopf gefühlt immer Lauter wurde, präsenter, auch wenn er sie nicht immer greifen konnte, aber trotzdem zeitweise in Selbstgespräche verfiel, was ihm hin und wieder schon komische Blicke einbrachte, doch nicht nur das. Allgemein brachte ihm sein Verhalten immer mal wieder komische Blicke ein, gerade da er sich eher Tieren als Menschen hingezogen fühlte und versuchte jede freie Zeit draußen zu verbringen, denn im Internat war es ihm zu laut, zu stickig und zu viele Menschen, Menschen die mit ihm nicht klar kamen, weil er sich sehr in sich zurück zog und versuchte möglichst einfach seine Ruhe zu haben.
Und auch wenn Caden sich von den anderen Schülern fern hielt, versuchte so viel Zeit wie möglich draußen zu verbringen, war er trotzdem ein halbwegs passabler Schüler, wobei er sich immer wahnsinnige freute wenn er nach Hause konnte, wenn es für ihn wieder zum Rudel ging und er dort einfach ganz er selbst sein konnte. OWbei auch die Ferien kein Ende des Lernens bedeuteten, denn dann ging es immer darum das Leben als Wolf zu verstehen, auch wenn er sich noch nicht in einen solchen wandeln konnte - was aber etwas war, auf das er sich freute, wirklich freute.
Noch bevor seine erste Wandlung greifbar war oder sich auch nur erahnen ließ, machte er mit 17 seinen Abschluss an der Schule und kehrte mehr als zufrieden wieder heim, gerade weil er nie wieder würde ins Internat zurück kehren müssen, wobei das nicht der einzige Grund war - er war auch froh nie wieder einen Fuß in eine Stadt setzen zu müssen, wenn er es nicht wollte, wobei er da ja noch nicht ahnen konnte, dass das Leben ihm anders mitspielen würde, als er es sich damals gedacht hatte.

Es war kurz nach seinem 19 Geburtstag, als die Stimme in seinem Kopf, mit welcher er sich schon so oft unterhalten hatte, mit welcher er sich den Rest seines Lebens unterhalten würde. Trotzdem, auch wenn er sein ganzes bisheriges Leben darauf vorbereitet worden war, machte sich Unruhe in ihm breit, weshalb er das Dorf verließ und in den Wald ging. Die Schmerzen überraschten ihn nicht, auch nicht die Geräusche oder das kurzzeitig schwammige Gefühl im Kopf, bevor er sich mit Loan, dem Wolf in sich, wirklich auseinander setzen musste.
Die erste Zeit war komisch, für wen wer se das nicht gewesen? Immerhin war der Wolf jetzt immer präsent, war nicht mehr nur ein leises Flüstern, sondern Zeitweise so laut, das es locker Kopfschmerzen hervorrufen konnte, nur störte das Caden überhaupt nicht, denn meistens war es recht Amüsant wenn Loan mal wieder meinte seinen Kopf durch setzen zu müssen oder über das abzog, was andere sagten. Ja, Loan war schon der frechere von ihnen beiden. Nur führte das auch immer wieder dazu, dass dieser sich mit den anderen Wölfen anlegte, egal wie oft er von diesen Unterworfen wurde, wie oft er sich im Dreck wieder fand. Loan kämpfte um seinen Platz im Rudel und fand trotzdem nicht wirklich Anschluss, wobei das nur in Wolfsform der Fall war, denn Caden selbst kannte seinen Platz im Rudel, doch trotzdem sah Loan sich gedrängt sich seinen Platz zu erkämpfen, wobei Caden selbst nichts dagegen tat, er ließ den Wolf gewähren, denn sie waren eins und wenn dieser das für Nötig erachtete, dann war es das auch.
Irgendwann wurde es aber einfach zu viel, denn Loan fand seinen Platz einfach nicht und auch Caden hatte immer öfter das Gefühl fehl am Platz zu sein, weshalb er sich nach 10 Jahren, mittlerweile zu 100 % im Einklang mit Loan, dazu entschied das Rudel, das Dorf zu verlassen und durch das Land zu ziehen.

1939 - 1948 - Brian Chadway
Das war das erste Mal das Caden seinen Namen änderte und so wurde aus Caden O’Brien - Brian Chadway. Brian reiste wirklich alleine durchs Land, setzte von Neufundland nach Labrador über, nachdem er die Insel überquert hatte, ohne dabei auf ein anderes Rudel zu treffen, was ihn überraschte, doch wanderte er einfach weiter, war dabei Tagsüber als Mensch unterwegs und Nacht einen Teil der Zeit als Wolf, kam er so doch oft etwas schneller voran, auch wenn das mit seiner kleinen Tasche nicht immer einfach war.
Brian hatte kein Problem damit sich auch mal die Hände schmutzig zu machen, weshalb er zwischen durch immer mal wieder in kleineren Dörfern verweilte und einiges lernte, auch wie man als Schmied arbeitete, während er bei seinem eigenen Rudel lediglich von Waldarbeitern oder Jägern umgeben gewesen war. Aber lange hielt er es nie in den Dörfern der Menschen aus, gerade da dort schnell das Gerücht aufkam ein Wolf würde sich in der Nähe herum treiben, was ja an sich auch nicht verkehrt war, aber wussten die Bewohner ja nicht, dass dieser Wolf nicht an deren Vieh interessiert war, trotzdem verweilte er nie lange, sondern verließ die Dörfer schnell wieder, denn als Jagdobjekt wollte er nicht unbedingt enden und er wusste das wütende Viehhalter kein Problem damit hatten einfach ein Tier abzuschießen.

Es war im Frühjahr 1945, als Brian auf ein Rudel traf, das anders war, als die Wolfsrudel, die er bisher in Kanada kennen gelernt hatte. Sie schienen durch irgendwas gezeichnet, etwas was er nicht greifen konnte und wovon ihm auch anfangs nichts erzählt wurde, wobei er sich entschloss eine Weile bei diesem Rudel zu bleiben, gerade weil sie scheinbar genauso im Einklang mit ihren Wölfen waren, wie er es war, wie er es von seinem eigenen Rudel gewohnt war.
Selbst die Kinder des Rudels waren nicht sonderlich verspielt, zeigten nicht ganz so viel Freude im Leben, wobei er dann doch erfuhr das sie vor einem Krieg geflohen waren, dass sie nur ein Teil ihres Rudels waren, das einige Fehlten. Wobei das auch ein Punkt war, bei welchem Loan anfing Blödsinn zu machen, denn der Wolf wollte die Kinder wieder lachen sehen, ebenso die Jungwölfe, in seinen Augen und auch in Brians sollten sie ihr Leben genießen und sich keine Sorgen machen müssen. Ja, als Wolf forderte er die Kinder wirklich zum Spielen auf, ließ sich von diesen sogar nieder ringen, wobei ihm auch immer wieder die junge Rothaarige Frau auffiel, welche sich eher zurück hielt, welche ihm höchstens einen genervten oder verächtlichen Blick zukommen ließ, aber das war etwas was ihn nicht störte.
Aber Anna, wie er erfahren hatte wie sie hieß, hatte scheinbar einfach Zeit gebraucht, denn irgendwann hatte er einen Schneeball an den Kopf bekommen, hatte im ersten Moment gar nicht realisiert das es eben diese gewesen war, die ihm den Schneeball an den Kopf geworfen hatte, aber ab dem Zeitpunkt alberte auch sie mit ihm und den anderen herum, wobei es vorerst nur als Mensch der Fall war, aber später alberte sie auch als Wolf mit ihm herum, etwas was ihn freute, denn es zeigte das die Jüngeren des Rudels und auch Anna wieder auflebten.

Er hatte sich wohl in dem Rudel gefühlt, trotzdem hatte er sich nach einem halben Jahr entschieden wieder seiner eigenen Wege zu gehen, denn auch wenn das Rudel nett war, es war… nicht seins, irgendwas hatte ihm gefehlt. Daher verließ er das Rudel wieder und zog weiter durchs Land, immer höher in den Norden.

1948 - 1956 - Ceawin Braden
Es war 1948 als Ceawin, wie er sich nun nannte, sich im Gebiet des Yukon, sehr weit im Norden Kanadas und auch schon sehr nah an Alaska, erneut nieder ließ, aber diesmal nicht bei einem Rudel, sondern etwas außerhalb einer kleinen Stadt, in einer alten Waldhütte die er mit wirklich wenig Geld gekauft hatte, Geld das er über die Jahre angespart hatte, aber er brauchte davon auch nicht sonderlich viel.
Aber in seinen Augen ging von dem Dorf keine Gefahr aus, denn auch wenn es dort Waffen gab, waren die meisten Menschen mit der Suche nach Gold beschäftigt und interessierten sich wenig für die Wölfe, die in ihrer Umgebung lebten und davon gab es einige. Es war also beinahe mit seine entspannteste Zeit unter den Menschen, denn keiner behelligte ihn, er musste keine Sorge haben erschossen zu werden, wenn er mal von einem Menschen als Wolf gesehen wurde und - er hatte Kundschaft, die noch etwas Geld in seine Tasche brachte, denn auch wenn seine Hütte etwas außerhalb des Ortes lag, so kamen doch genug aus dem Ort zu ihm, weil er angefangen hatte als als Huf- und als Waffenschmied zu arbeiten, wobei er auch deren Werkzeuge für die Goldsuche wieder in stand setzte.
Oft kamen ihn jedoch keine Menschen besuchen, wirklich nur dann wenn sie seine Dienste als Schmied in Anspruch nehmen wollten und das war in seinen Augen auch genau richtig so, denn er war lieber alleine, als mit diesen zusammen. Oft hatte er sogar das Gefühl das sie vor ihm zurück schreckten, vielleicht gerade weil er oft auch innere Dispute mit Loan hatte, gerade weil dieser oft hinterfragte warum er sich so sehr mit Menschen abgab, mit Wesen die ihn sofort umbringen würden, sollten sie je erfahren was er war! Aber Ceawin war das egal. Er fühlte sich wohl. Wenn er Loan alle Freiheiten ermöglichen wollte, verschwand er einfach für ein paar Tage in den Wald, aber er konnte auch ein Geldpolster anlegen und so für wirklich miese Zeiten vorsorgen, was in seinen Augen auch alles andere als verkehrt war. Man wusste immerhin nie was auf einen zu kam.

Dadurch das er so selten Besuch bekam und auch selten im Ort an sich unterwegs war, merkte auch niemand das er anders alterte als die Menschen in eben diesem, dass das bei ihm langsamer von statten ging, aber es störte ihn auch nicht, solange sie ihn in Ruhe ließen. Wobei dieses ‘in Ruhe lassen’ irgendwann änderte. Knappe sieben Jahre lebte er schon in seiner kleinen Hütte, als er das Gefühl hatte, irgendwas im Ort hätte sich geändert. Eigentlich war es normal das dort regelmäßig Menschen kamen und gingen, aber diesmal war es anders, weshalb er weniger als Wolf unterwegs war, sich noch etwas mehr zurück zog, sich sogar eine Weile nicht mehr wandelte, wobei das nichts brachte, denn das komische Gefühl blieb.
Ceawin wusste nicht das er schon eine Weile beobachtet worden war und jemand nur darauf wartete das er wieder entspannter war, wobei es in einer Neumondnacht war, als er draußen etwas hörte, etwas was da nicht hingehörte und dem er nachgehen wollte, es beinahe so handhabte wie die Menschen, denn er nahm eine Flinte mit raus, doch waren seine Sinne durch den Neumond geschwächt und so war es schon zu spät, als er eine Person ausmachen konnte, die sich zwischen den Bäumen die seine Hütte umgaben versteckt hatte.
Ein stechender Schmerz schoss durch seine Schulter, während ein Schuss die Stille zerriss, wobei es wohl sein Glück war das es kein besonders erfahrener Jäger gewesen war, der es scheinbar auf ihn abgesehen hatte, denn Ceawin hatte nur irgendwie in dessen Richtung geschossen und sich dann zurück gezogen, während der Jäger wohl verschwand, denn danach hatte er nichts mehr von diesem gehört. Aber das war auch egal, denn er selbst musste zusehen die Wunde irgendwie abgedrückt zu bekommen… War aber schon glücklich das es ein Durchschuss war und die Silberkugel, wie er ins einer Hütte feststellte, durchgegangen war. Doch würde so eine ziemlich unschöne Narbe zurück bleiben, doch Narben gehörten für sie zum Leben dazu. Ebenso wie die Tatsache das er jetzt erneut einen Ort verlassen würde. Denn hier war er eindeutig nicht mehr sicher. Daher machte er sich auch verwundet auf den Weg, diesmal aber war er sich sicher Kanada vorerst zu verlassen, weshalb es für ihn nach Alaska ging.

1956 - 1969 - Bran Connors
Viel anders war Alaska allerdings in seinen Augen nicht, als er dort ankam und die erste Zeit einfach durch das Land wanderte, sich nun aber Bran Connors nannte, spuren wollte er immerhin auch jetzt keine Hinterlassen. Wie lange er einfach durch Alaska zog, konnte er nicht benennen, dafür konnte aber sagen das er vieles gesehen hatte, bevor er einen Ort fand, an welchem er sich vorerst nieder lassen würde, wo er sich wohl fühlte und wieder ein kleines Häuschen fand, welches er für sich beanspruchen konnte, diesmal sogar ohne etwas dafür zahlen zu müssen, denn das Haus war beinahe vollkommen herunter gekommen, niemand stellte Ansprüche an diesem oder schien sich auch nur im geringsten dafür zu interessieren.
Aber auch hier musste er Geld verdienen, weshalb er sich etwas in der Gegend umsah und dann anfing als Musher zu arbeiten, denn mit Hunden kam er immer gut klar, was sicher auch kein Wunder war, aber so legte er sich ein Rudel Schlittenhunde zu, mit welchen er Touren unternehmen wollte, was wiederum Geld bringen würde.
Und das tat es auch, es brachte etwas Geld in seine Taschen, wobei etwas anderes ihn doch mehr in seinen Bann zog, als das Arbeiten - eine Frau! Eine Frau die direkt wusste was er war, aber keine Jägerin war, eine Frau die sich nicht daran störte und ihn einfach so nahm wie er war, auch wenn sie ein Mensch und er ein Werwolf war. Und ja, die beiden zogen sogar recht schnell zusammen, verbrachten auch so viel Zeit miteinander, arbeiteten zusammen und genoss einfach ihr Leben, auch wenn es hin und wieder zu kleineren Unstimmigkeiten kam.

Nur wurden diese kleinen Unstimmigkeiten irgendwann zu ziemlichen Streitereien, so dass die beiden sich zerstritten und Caden sich entschied wieder zu gehen, nun aber mit samt seiner Hund! Die würde er nicht bei ihr lassen. Aber wieder nach Kanada oder einfach in Alaska bleiben? Nein, wollte er diesmal nicht, weshalb er sich entschloss die Beringstraße nach Russland zu überqueren. Und sich dort Arbeit zu suchen, sich dort eine Weile nieder zu lassen, wobei er sich entschied den aktuellen Namen bei zu behalten.
In Russland, genauer gesagt im Fernen Osten und in Sibirien arbeitete er als Waldarbeiter, wobei die Hunde immer dabei waren, er sie überall mit hinnahm und sich nicht von ihnen trennen könnte, es auch überhaupt nicht wollte, wobei er mit den Russen nicht wirklich klar kam und auch nicht sonderlich lange in Russland blieb, sondern sich dazu entschied wieder zurück nach Kanada zu gehen.

1969 - 1972 - Connor Byron
Es war 1970, seit einem guten Jahr war Connor, wie er sich jetzt nannte, schon wieder auf dem Nordamerikanischen Kontinent unterwegs, als er Anouk kennen lernte. Eine in seinen Augen unglaubliche Frau, ebenfalls eine Werwölfin die alleine unterwegs war, die einfach die Welt kennen lernen wollte, als sie aufeinander trafen. Sie entschieden sich eine Weile gemeinsam zu reisen, denn während Connor schon 58 Jahre alt war, hatte Anouk gerade erst ihre erste Hitze hinter sich gebracht, wohl auch ein Grund warum er sich von ihr so angezogen fühlte. Aber dadurch das die beiden die ganze Zeit zusammen unterwegs waren, war es sicher auch nicht verwunderlich das sie die Bindung eingingen, das sie sich auf ein gemeinsames Leben entschieden. Und dazu zu seinem Rudel zurück zu kehren.

1972 - 1988 - Caden O’Brien
Da sie wieder bei seinem Rudel waren, zurück in Neufundland, nahm Caden wieder eben diesen Namen an, kehrte zurück zu seinen Wurzeln und war wieder bei seiner Familie, wobei er feststellen musste das sein Vater verstorben war, das Rudel hatte einen neuen Alpha. Seinen Bruder James.
Immer wieder kam es im Rudel zu Rangkämpfen, er trat sogar gegen seinen Bruder an, wobei er gegen diesen nicht ankam, ihm immer wieder unterlag und damit nur bedingt umgehen konnte in der ersten Zeit, doch dann akzeptierte er seine Position, hatte sich bis zum Beta hochgekämpft, eine Position mit der er umgehen konnte, auch wenn er sich immer wieder beweisen musste, klar machen musste das er diesen Posten verdient hatte.
Irgendwann bemerkten sie das Anouk schwanger war, was im ersten Moment ein Schock war, denn sie hatten ihre Bindung noch nicht offiziell erneut, hatten noch keine Zeugen dieser Bindung, weshalb sie sich dazu entschlossen es jetzt offiziell zu machen, mit Zeugen, aber ohne großen Aufriss, denn das war in ihrer beider Augen nicht nötig. Gut, während der Schwangerschaft hatten die beiden hin und wieder kleinere Streitereien, denn Anouk war gereizter und auch er war leichter zu reizen, was sich aber änderte als er das erste Mal seine Tochter auf den Armen hielt. Ava war ein wahrer Sonnenschein, der sein Leben bereicherte, ihn ausgeglichener machte.
Während Anouk sich um Ava kümmerte, arbeitete Caden im Rudel als Schmied, aber auch als Aufräumer, keiner sollte ihm quer kommen, was er auch immer wieder deutlich machte. An sich führten sie ein ganz normales Leben, nur außerhalb der Ort der Menschen, zurück gezogen in ihren Revier, wo sie so schnell auch niemand finden würde. Etwas wofür die Männer aber auch sorgten, immer wieder lockten die Feinde auf eine falsche Spur, sahen zu dass niemand dem Rudel und ihrem Dorf zu nahe kam, wenn man von den Miawpukek absah, die Regelmäßig vorbei kamen, aber auch genau wussten womit sie es zu tun hatten. Sie halfen einanderer gegenseitig, weshalb zwischen den Eingeborenen und dem Rudel beinahe schon eine Wahre Freundschaft bestand.
Die zweite Schwangerschaft von Anouk war von beiden geplant, weshalb sie diesmal nicht überrascht waren, sondern sich vollkommen freuten und darauf konzentrieren konnte, dass dem Baby und Anouk nichts passierte. Was auch wunderbar klappte, auch wenn Caden öfter unterwegs war, er nicht immer da sein konnte und ihr nicht immer mit Ava helfen konnte, aber er wusste dass das Rudel ihr half und machte sich deswegen nicht wirklich sorgen, sondern erledigte seine Aufgaben und das sehr gewissenhaft.
Die zweite Geburt verlief nicht ganz so Problemlos wie die erste, weshalb Caden wohl ziemlich angespannt war, zumindest hielten die Männer ihn von den Frauen fern, die Anouk bei der Geburt helfen sollten, auch wenn ihn das gerade an die Erzählungen seines Vaters erinnerte, immerhin war seine Mutter auch bei seiner Geburt verstorben, aber Anouk hatte mehr Glück als diese, denn sie schaffte es, sie brachte einen gesunden Jungen zur Welt, zumindest dachten sie das im ersten Moment, denn als der kleine Tom, wie sie das Kind genannt hatte, die Augen öffnete, waren diese Weiß. Er war Blind. Ein Schock fürs Rudel, damit hatte keiner von ihnen gerechnet, keiner konnte es sich erklären, aber Caden und Anouk entschieden sich dazu den Jungen zu behalten, anders als es manche der Älteren im Rudel verlangten, derer die schon sehr Alt waren und es einfach anders kannten, die noch miterlebt hatten das behinderte Kinder einfach im Wald ausgesetzt wurden, sich selbst überlassen wurden.

Immer wieder bekamen die beiden deswegen etwas zu hören, aber sie kümmerten sich um ihre beiden Kinder, ließen sich da nicht hinein reden, wobei Caden sich auch immer wieder auf erneute Rangkämpfe einließ, wenn er dazu aufgefordert wurde, wenn andere sich ihm entgegen stellten. Er erhielt sich seine Stellung im Rudel, blieb weiterhin Beta, auch wenn manche meinten er wäre nicht der Richtige für diesen Posten, meinten er wäre verweichlicht, weil er seinen Sohn nicht einfach aussetzen wollte. Doch die kleine Familie lebte einfach ihr Leben und ignorierte das Gerede, war einfach sie selbst.
Ein drittes Kind war nicht geplant, nicht nach dem Schock mit Tom, und auch wenn das so war, freuten die beiden sich insgeheim doch, als es zu einer erneuten Schwangerschaft kam und diesmal hatte Caden eigentlich nicht vor seine Familie auch nur einen Moment alleine zu lassen, aber er hatte einen Auftrag und den musste er erledigen, den konnte er nicht einfach abgeben oder vergessen, er musste ihn erledigen und daher verließ er Anouk und die beiden Kinder schweren Herzens, nahm aber seinem Bruder das versprechen ab diese im Auge zu behalten, während er die Insel verließ, um eben diesen Auftrag zu erledigen.
Er war einen guten Monat unterwegs gewesen, bevor er wieder zum Rudel zurück kehrte. Nun, genau das eigentlich vorgehabt hatte, aber er musste feststellen… Es gab kein Rudel mehr zu dem er zurück kehren konnte. Sie waren alles Tod. Sogar die Kinder! Die Welpen! Nicht einmal vor seiner schwangeren Frau hatten die Täter halt gemacht. Seine Welt lag in Trümmern. Er hatte niemanden mehr. Und er schwor Rache! Wer auch immer das Gewesen war, dieser würde Leiden.

1988 - 2002 - Bryce Corwin
Als Bryce Corwin fing er wieder an durch Land zu wandern und stellte immer wieder fest das Rudel eliminiert worden waren, das sie ausgelöscht worden waren, wobei er auch immer wieder einen Namen fand, irgendwie hinterlassen, von irgendwem der es länger geschafft hatte als andere. Venatores. Und deren Spur folgte er, versuchte aber gleichzeitig auch Rudel zu warnen, wobei er meistens zu spät kam und andere Rudel ignorieren ihn, wollten ihn nicht anhören. Sahen keine Bedrohung.
Vierzehn Jahre wanderte er Tagsüber als Mensch, nachts als Wolf durch Kanada, wurde diesmal wirklich zum Einzelgänger, hielt sich nirgendwo länger als für eine oder maximal zwei Nächte auf, was ihm immer wieder Fragen entgegen brachte, aber das war ihm egal. Er hatte sich Rache geschworen und würde diese auch bekommen! Irgendwann. Und wenn er dafür bis ans andere Ende der Welt würde gehen müssen!

2002 - 2017 - Bran Connors
2002 wechselte er erneut seinen Namen, aber nicht nur das, er wechselte auch das Land, wechselte rüber in die USA und das als Bran Connors. Etwas was ihn in der USA störte war die Tatsache das es so extrem dicht besiedelt war, denn er konnte nicht mehr oft als Wolf unterwegs sein, musste sich die meiste Zeit als Mensch vorwärts bewegen, weshalb alles minimal länger dauerte. Doch stellte er fest das auch in den Großstädten Rudel lebten, Rudel die sich vollkommen anders benahmen als die, die er kannte und er fing an eine Abneigung gegen diese Rudel zu entwickeln, denn sie schienen mit ihrem Wolf nicht im Einklang zu sein, sie kannten die gängigen Benimmregeln nicht, was ihn irritierte. Nein, diese Rudel und Rudel die so ähnlich lebten, oder die meinten sie seien die Geilsten, regten ihn auf, machten ihn regelrecht Aggressiv.

Es war in North Dakota, er war als Wolf in einem Wald unterwegs, als er in eine Schlingfalle geriet, in dieser Festhing. Als Wolf konnte er sich aus dieser nicht befreien, aber sich zurück verwandeln? Damit würde er seine Hand riskieren… Und doch war das ein Risiko welches er einging. Bran verwandelte sich zurück und befreite sich von der Schlinge, wobei er sich durch die Rückwandlung beinahe die Hand abtrennte, denn die Schlinge weitete sich nun einmal nicht, nur weil sich der Umfang des inneren Objektes plötzlich änderte.
Und auch wenn normalerweise keine Narben zurück blieben, so blieb hier eine Narbe zurück, eine Narbe die nicht ohne war, die ihn aber auch daran erinnerte besser darauf zu achten, wo er hin trat. Ja, selbst mit den Heilungskräften eines Wolfes blieben bei der Wunde Narben zurück.
Bran hielt sich in Grenznähe, bereit jederzeit wieder nach Kanada zu gehen, bewegte sich wieder weniger als Wolf vorwärts, sondern mehr als Mensch, auch wenn es ihm nicht wirklich zusagte, aber es ging gerade einfach nicht anders. Seine Wunde musste erst Heilen.

Irgendwann nahm er in Washington einen Job als Wildhüter an, auch weil er wieder Geld brauchte und die Spur der Venatores verloren hatte. Zudem war das eine Arbeit die ihn beruhigte, denn dort war er in der freien Natur, hatte die meiste Zeit vollkommen eine Ruhe und konnte es einfach genießen, konnte auch wieder mehr als Wolf unterwegs sein, wobei er schnell wieder den Drang verspürte weiter zu suchen, die Spur der Venatores wieder ausfindig zu machen.
Er verließ Washington und wanderte in Richtung Mexiko, durchquerte das Land, hielt sich dabei aber von größeren Rudeln fern, versuchte bei kleineren Rudeln Informationen ein zu holen, wobei immer wieder ein Name fiel - Mason Judge. Hörte das dieser scheinbar gegen die Venatores vorgehen wollte, kämpfen wollte. Und das klang in seinen Ohren gut, mehr als gut! Sogar richtig!

Er machte sich auf den Weg, wanderte von Westen in Richtung Osten, in Richtung Texas, dorthin, wo sich dieser Mason Judge scheinbar befinden sollte. Immer wieder hörte er von diesem Wolf, von dem Wolf der gegen die Venatores vorgehen wollte, der Eindeutig ein Macher war und kein einfacher Sprücheklopfer, der sogar ein großes Rudeltreffen einberufen hatte, bei Rudeln deswegen angefragt hatte.

2017 - Caden O’Brien
Als er am 29 Juli 2017 in Austin, Texas angekommen war, braucht er nicht lange nach der Spur des Leitwolfes suchen und stand bald darauf auch schon vor dessen Tür. Ja, direkt vor dessen Wohnungstür, er wollte sich dem Rudel anschließen. Ja, damit war er wohl direkt in die Tür gefallen - er wollte sich dem Rudel anschließen, wollte Mitglied im diesen werden, auch wenn er ahnte dass das nicht einfach werden würde, denn dieses Rudel schrie beinahe schon nach Stadtwölfen, aber das würde er erst mit der Zeit sehen. Mason jedoch schien ein sehr traditioneller Wolf zu sein, kein klassischer Stadtwolf der seinen inneren Wolf unterdrückte und nicht akzeptierte.
Da er das Okay von Mason bekam, machte er sich auf die Suche nach einer Einnahmequelle, denn hier würde er nicht als Schmied arbeiten können, Wildhüter war nicht ganz so seins gewesen… Und Waldarbeiter? Nun, das war er beinahe sein ganzes Leben gewesen. Doch als er eine Bar entdeckte, entschied er sich einfach aus dem Bauch heraus diese zu Kaufen. Eine Schanklizenz war schnell besorgt, daher war das auch überhaupt kein Problem. Zudem hatte er somit auch vorerst ein Haus über dem Kopf.


Kenntnis über andere Wesen:
Da er in einem alten Rudel aufgewachsen ist, ist er sehr gut mit den Gebräuchen der Werwölfe vertraut, kennt auch so einige Geschichten über andere Wesen und hat auch schon einige von ihnen kennen gelernt, wobei er nicht glaubt das ihn noch irgendwas überraschen kann, gerade da er auch beinahe jedes Buch mit Mythen und Sagen verschlingt.
Doch auch wenn er schon genügend andere Wesen kennen gelernt hat und auch gelernt hat das nicht alle ihnen, den Wölfen, feindselig gegenüberstehen, so bleibt er trotzdem lieber unter Wölfen, fühlt sich dort einfach wohler. Das ist sein Naturell.

Schreibprobe:
Er stand gegenüber des Hauses, in welchem er die Wohnung des Leitwolfes in Austin ausgemacht hatte, hatte sich in den Schatten gedrückt und beobachtete genau die Fenster des Hauses, wartete ob sich da irgendwas bewegen würde. Oder ob der Wolf das Haus verlassen würde. Bist du dir sicher? Leicht genervt verdrehte er die Augen, bevor er für sich selber nickte. Was hast du? Mason Judge scheint ein guter Leitwolf zu sein. Wobei ihm diese Aussage nur ein leises grummeln in seinem Kopf einbrachte, während er weiterhin auf das Haus starrte, ungeduldig wartete. Caden… Der umgibt sich mit Stadtwölfen. Der will mit Stadtwölfen in den Kampf ziehen. STADTWÖLFEN! Er knurrte, er knurrte gerade deutlich seinen inneren Wolf an, der nicht ganz so begeistert von seiner Idee war, wie Caden es war. Wobei, gut. Begeistert wäre übertrieben, aber nur wenn er sich diesem Mann anschloss, würde er wohl eine Chance haben sein Rudel zu rächen. Vielleicht würde er dann auch wieder ein Rudel finden, bei welchem er ganz er selbst sein konnte und sich zu Hause fühlte. Nur das sein Wolf das scheinbar nicht so sah. “Loan!” Ja, er war gerade lauter geworden, wobei nun auch der Wolf in seinem Kopf verstummte, denn normalerweise sprach er dessen Namen nicht laut aus, nicht wenn es nicht nötig war. Es reicht. Wir kennen ihn nicht. Und selbst wenn es Stadtwölfe sind, wegen denen sind wir nicht hier, sondern wegen ihm und den Venatores! Er hörte genau wie der Wolf grummelte, wie dieser sich in seinem Kopf zusammen rollte und ihn immer wieder als Vollidioten bezeichnete, als von der Rache zerfressen, aber Caden wusste das er genau das nicht war. Er wollte Rache, ja, aber er wollte sich auch endlich mal wieder irgendwo zu Hause fühlen und wenn er den Erzählungen der anderen Wölfe glauben konnte, dann würde er es hier können, dann war ihm dieser Leitwolf gar nicht so unähnlich.
Komm schon Loan. Das hier ist richtig. Du willst doch auch wieder ein Rudel haben. Ja, er versuchte seinen Wolf zu besänftigen, denn er wusste das dieser zu Unsinn neigte, dass der sehr gerne machte was er wollte, wenn er die Chance dazu bekam, selbst wenn sie als Mensch unterwegs waren und nicht als Wolf. Dickköpfig waren sie beide.

Er stand schon eine Weile gegenüber des Wohnhauses, bevor er sich aus dem Schatten löste und auf den Eingang des Hauses zusteuerte. Ohne Probleme gelangte er in das Wohnhaus, hörte dafür ein leicht verächtliches Schnauben in seinem Kopf, ignorierte es aber und nahm die Treppe, folgte der Geruchsspur, wobei sich jetzt noch etwas anderes da rein mischte. Etwas… nein, jemand. Eine Frau! Eine Wölfin, eindeutig eine Wölfin.
Leise näherte er sich der Tür, atmete immer wieder tief ein und versuchte die Geruchsspur, welche sich mit der Männlichen vermischte, zu erkennen, denn sie kam ihm bekannt vor. Sehr bekannt, aber er konnte es einfach nicht zuordnen. Dafür hatten sich die beiden Geruchsspuren zu sehr vermischt.
Leicht schüttelte er sich, bevor er klopfte und auf eine Reaktion auf der anderen Seite der Tür wartete. Er wusste das er nicht gerade sonderlich einladend aussah, aber das wollte er auch überhaupt nicht. Darum würde er sich ein anderes mal kümmern, jetzt wollte er lediglich Mason Judge finden und er glaubte ihn gefunden zu haben. Nur öffnete nicht dieser ihm die Tür, sondern eine rothaarige Wölfin, die ihn aus stechenden blauen Augen ansah und die eindeutig die weibliche Note in dem Geruchsgemisch war. “Verzeih die Störung, aber ich suche Mason Judge. Ich muss mit ihm reden.” Er hatte den Kopf geneigt, hatte ihr somit seinen Respekt entgegen gebracht, so wie es sich nun einmal gehörte, wenn man in ein fremdes Revier eindrang, besonders wenn man mit dem Leitwolf sprechen wollte…
Caden ließ es über sich ergehen das sie ihn musterte, das sie skeptisch, kritisch und auch etwas argwöhnisch war, denn er selbst hätte sicher nicht anders reagiert, wobei er leicht dankbar lächelte, als sie ihn zu Mason ins Wohnzimmer bringen wollte. Sie ist keine Stadtwölfin! Nein, ist sie nicht. Und er auch nicht. Eindeutig.

Formelles
Ein Hoch auf die Bürokratie!


Avatarperson:
Travis Fimmel

Charakterübernahme?
Da es sich hierbei um ein Gesuch von Mason Judge und Lilja Howe handelt - ja, aber der Steckbrief lediglich als Anregung!

Abnahme von
Mason Judge, Lilja Howe
https://www.austin-keep-it-weird.de/vie ... =62&t=1386

Probeplay
privat

Re: Caden O'Brien

#2
Hallo Caden,

du hast da einen schönen und sehr ausfühlichen Charakterbogen geschrieben, andem ich auch kaum etwas anzumerken habe (smile)

Inhaltlich passt soweit alles, allerdings haben sich hier und da noch ein paar kleine Fehler wie die doppelte Nennung von verschiedenen Dingen eingeschlichen (wink)
Wenn du dir den Bogen nochmal durchlesen, diese Stellen etwas umformulieren und dann nochmal hier Bescheid geben könntest, würden wir danach mit dem nächsten Schritt weitermachen (smile)
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Re: Caden O'Brien

#3
Hey,

ich bin noch mal komplett drüber gegangen und hoffe alles markante erwischt zu haben. Ansonsten noch mal bescheid sagen, dann schau ich noch mal drüber.

Re: Caden O'Brien

#4
Super, mir fällt jetzt so auch nichts mehr auf.
Den Link zu Probeplay hast du ja in Discord, sobald das erfolgreich abgeschlossen ist, geht's dann zum letzten Schritt weiter.
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Re: Caden O'Brien

#5
So, da das Probeplay nun erfolgreich abgeschlossen ist, heißt es für dich nurnoch eine Zeitleiste in deiner neuen Charakterzone anlegen, bevor zu zugelassen wirst.

Das Thema betitelst du bitte 'Zeitleiste Caden O'Brien' und in dem Eröffnungspost kann entweder nochmal der Titel, oder ein Zitat deiner Wahl sehen (wink)
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