Nocturne Noctis

#1
Allgemeines
Schönen guten Tag. Die Ausweispapiere, bitte!


Name:
Nocturne Noctis

Wesens- oder Menschenart:
Werwolf

Alter / Geburtsdatum:
154 Jahre / 06.01.1863

Aussehen / besondere körperliche Merkmale:
Der Werwolf ist das Parade-Exemplar eines britischen Gentlemans. Wie alle seine Brüder ist auch Nocturne groß und schlank. Mit seinen 193 cm Körpergröße ist er zwar der kleinste Noctis, überragt aber die meisten Menschen immer noch. Die breiten Schultern und die gut proportionierten Muskeln täuschen darüber hinweg, dass er stets an der Grenze zum Untergewicht balanciert. Klare, blaue Augen in dem asketisch wirkenden Gesicht nehmen den hageren Zügen die Härte. Wenn er nachdenklich vor sich hin starrt, wirkt er geradezu verletzlich.
Die hohen Wangenknochen und das aristokratisch geschnittene Gesicht ist allen Noctis-Brüdern gemein, genau wie das dunkelbraune Haar, das Nocturne im Moment in praktischer Kürze geschnitten trägt. Sogar seine altmodische Vorliebe für Gehröcke legt er inzwischen immer öfter ab und kleidet sich moderner, wobei “modern” nicht unbedingt menschlichem Verständnis unterliegt. Er hat ein untrügliches Gespür für Stil, misst seiner Kleidung aber nur wenig Bedeutung bei. Augenscheinlich genauso wenig, wie regelmäßigen Mahlzeiten oder sozialer Interaktion.


Seine Wolfsgestalt zeichnet dunkles, graubraunes Fell, das am Fang, an der Rute und an den Läufen heller wird. Genau wie in menschlicher, ist er auch in Wolfsgestalt auffallend schlank, was teilweise durch das dichte Fell verborgen wird. Dadurch, dass er sich relativ selten wandelt, wird er oft älter als sein Bruder Mehrunes geschätzt.


Persönlichkeit
Auch, wenn man vielen Leuten den Mangel dieser unterstellt – wir alle haben eine!


Eigenschaften:
Nocturne ist jemand, der nur die Wirklichkeit, die zählbaren, konkreten Ergebnisse kennt. Er ist sehr realistisch und stellt seine Ziele manchmal über alles andere in seinem Leben. Sein Gehirn beisst sich an Problemen und Aufgaben fest, und lässt ihn erst wieder ruhig schlafen, wenn er das jeweilige Problem mit allen Regeln, Prinzipien und einer herausragenden Kompetenz gelöst hat - oder er aus purer Erschöpfung einfach umkippt.
Er wirkt wie ein griesgrämiger Mann, hart, aber auch weise. Er ist sehr still und verschlossen und hat einen zurückhaltenden, ruhigen und gewissenhaften Charakter. Der Werwolf ist sehr verlässlich, obwohl er voller Ehrgeiz seine großen Ziele verfolgt. Er ist durch und durch ein Realist mit starker Neigung zum Pessimismus, der ziemlich oft nur die dunklen Seiten des Lebens betrachtet und immer vom schlechtesten Ergebnis ausgeht.
Durch seinen ruhigen Charakter ist Nocturne ein Mensch voller Geduld, Ausdauer und Zähigkeit. Aufgrund seines ausgeprägten Pflichtbewusstseins verfügt er über eine eiserne Disziplin und geht mit einer enormen Ernsthaftigkeit durchs Leben.
Im Alltag ist der Arzt sehr anspruchslos und bescheiden. Durch seine zurückhaltende Art braucht er oft etwas Zeit zum auftauen, bevor er sich auf andere Menschen einlassen und seine weichere Seite zeigen kann. Er sorgt sich aber stets um die Sicherheit seiner Familie und ist immer darauf bedacht, vorsichtig und aufmerksam zu sein. Alles in allem ist Nocturne nach außen hin der perfekte, britische Gentleman, mit ebenso geschliffenen Manieren wie seine Brüder. Mit seiner Wolfsseele, die er Lunis nennt, ist er meist einer Meinung - auch wenn er die Instinkte des Raubtieres nicht immer mit dem Hippokratischen Eid in Gleichklang bringen kann.


Besondere angeeignete Kenntnisse oder Fähigkeiten:
Nocturne ist - geschuldet dem Umstand, in eine Familie aus Assassinen geboren zu sein - im Nahkampf und lautlosem Agieren geschult, ebenso wie im Umgang mit Waffen aller Art.
Seine Passion liegt allerdings in der Medizin, wobei er mehrfach abgeschlossene Studien und einige Jahre an eigenen Experimenten und Forschungen vorweisen kann. Nicht umsonst wird er in Medizinkreisen als Kryphäe in Bezug auf unbekannte Krankheiten und Fehlbildungen geschätzt und im Austin Steton Medical oft hinzugezogen, wenn die menschlichen Ärzte nicht mehr weiter wissen. - Was schon dem einen oder anderen Wesen das Leben gerettet hat.


Besondere angeborene Kenntnisse oder Fähigkeiten:
Natürlich besitzt er die rassetypischen Werwolfsfähigkeiten.

Lebenslauf
Wir sind gründlich. Wir wollen alles wissen. Alles.


Vorgeschichte:
Nocturne Noctis wurde 1863 in London, mitten in die Regentschaft von Königin Viktoria hineingeboren. Wie sein älterer Bruder Mehrunes wurde auch er schon früh in allen Regeln der Kampfkunst unterwiesen, um dem britischen Königshaus, dem seine Familie die Treue geschworen hatte, als Assassine dienen zu können. Vor allem im ersten Weltkrieg, der 1916 London erreichte, nutzten sie ihre Fähigkeiten, um den amtierenden König George V. zu schützen. Allerdings erkannte Nocturne in diesem Krieg auch, dass seine Fähigkeiten weniger in Beenden, als vielmehr im Retten von Leben lagen. Er fand seine Bestimmung in den Lazaretten, wo er sich um Menschen und Wesen gleichermaßen kümmerte und erste Erfahrungen in der Heilkunst sammelte. Als 1919 die Zwillinge Caelan und Phelan geboren wurden, studierte Nocturne bereits im ersten Jahr Medizin an der Oxford University. Er legte sein Promotionsexamen nur wenige Jahre später sehr erfolgreich ab und eröffnete eine kleine Praxis in London - sehr zur Freude ihres Vaters, der sich seinerseits schon sein Leben lang sehr für Naturwissenschaften interessierte. Die Geburt seines jüngsten Bruders Luthias 1935 vervollständigte das Rudel. Eine Zeitlang schien es, bis auf kleinere Reibereien mit einem rivalisierenden Vampir-Clan, ruhig und friedlich zu bleiben.
Dann verschwand der Vater der Brüder, von einem Tag auf den anderen. Seither sucht das gesamte Rudel mit vereinten Kräften nach Talon Noctis und geht jeder noch so winzigen Spur nach. 1939, im zweiten Weltkrieg schien es, als gäbe es erneut eine Spur, was vor allem Vhaidra, der Mutter der Brüder erneut Hoffnung gab, ihren Mann doch noch lebend wieder zu sehen. Allerdings verloren sich alle Spuren in den Wirrungen des Krieges, und nachdem sie Caelan aus einem Lager der Deutschen befreit hatten, drehte sich eine Weile lang alles nur um ihn, bis sich seine Psyche von der Gefangenschaft erholt hatte. Die Smog-Katastrophe in London 1952 ging an dem Rudel selbst spurlos vorbei, allerdings fielen ihr viele Freunde und Bekannte der Familie zum Opfer - unter anderem Nocturnes Verlobte Agatha. Der Arzt hatte sie kennengelernt, als sie sich als hoffnungsloser Fall der Wissenschaft zur Verfügung stellen wollte. Agatha war an der Schwindsucht erkrankt und Nocturne setzte alles daran, sie zu heilen. Bis heute fragt er sich, ob er es geschafft hätte, wenn die geschwächte Werwölfin an diesem Abend nicht durch den giftigen Nebel zu ihm gekommen wäre.
Nachdem ihn nichts mehr in London hielt begann er 1953 zu reisen, wobei er die medizinischen Fortschritte vieler verschiedener Kulturen verfolgte. Von Indien über China bis Australien führte ihn sein Verlangen, mehr zu lernen und zu studieren, bis er sich etwa um die Jahrtausendwende erneut an einer renommierten Universität einschrieb, um wieder Medizin zu studieren. Auch dieses Mal promovierte er mit Erfolg, obwohl er es inzwischen vorzieht, traditionelle mit moderner Medizin zu mischen. Nocturne hält nichts von starrer Schulmedizin, die nur Symptome behandelt.
Vor kurzem folgte er seinem Bruder Mehrunes nach Austin, da dort erneut ein Lebenszeichen ihres Vaters auftauchte. Nocturne glaubt inzwischen nicht mehr daran, Talon lebend zu finden - und wenn, dann vermutet er, dass ihr Vater nicht gefunden werden will. Er nutzte die Chance, eine kleine Arztpraxis mitten in Austin zu übernehmen und unterhält enge Beziehungen zu den umliegenden Krankenhäusern, die ihn als fähigen Mediziner zu schätzen wissen.


Kenntnis über andere Wesen:
Die Ausbildung seiner Familie umfasste nicht nur Kampffertigkeiten, sondern natürlich auch Wissen. Wissen um andere Wesen, Wissen um ihre Fähigkeiten, Stärken und Schwächen. Dazu kommen umfassende medizinische Kenntnisse der jeweiligen Anatomien.

Schreibprobe:
“Auf den Tisch!” brüllte er Mehrunes an, der die reglose Frauengestalt herein trug. Mit einer Hand wischte er Bücher, Schreibgeräte und Gläser vom Tisch, um Platz für den schlanken Körper der jungen Frau zu machen. Er nahm das Poltern, das Klirren von zerberstendem Glas und flatternde Buchseiten kaum wahr, genauso wenig wie das Knirschen unter seinen Stiefelsohlen. Mit der freien Hand stellte er die Arzttasche auf den Tisch, um sie mit fliegenden Fingern zu öffnen. Mehrunes legte die Frau behutsam auf den Tisch und bettete ihren Kopf sorgsam, als würde er ein Kind zum Schlafen hinlegen. “Nocturne…” murmelte er leise, während der Arzt in der Tasche wühlte. “Nein!” schleuderte Nocturne ihm entgegen. “Sie braucht nur ihre Medikamente, nur ein bisschen Sauerstoff, das bekomme ich wieder hin!” knurrte er seinen Bruder fahrig an, während er eine Spritze und eine Ampulle aus der großen braunen Ledertasche fummelte. Seine Hände, sonst in jeder Situation ruhig, zitterten. Die dunklen Haare der Frau ergossen sich über den wuchtigen Schreibtisch, das blasse Gesicht wirkte eingefallen und ausgezehrt. Riesige blaue Augen starrten ihn blicklos an.
Warum, warum, warum ist sie hergekommen? Warum heute? Wieso hat sie nicht gewartet? Seine Finger schafften es nicht, die Ampulle aufzubrechen, um die Spritze aufzuziehen. Er versuchte es erneut, als sich Mehrunes große Hände über seine legten, und sein Bruder ihm die Spritze weg nahm. “Nocturne. Es ist zu spät.” Mehrus Stimme klang ruhig und gefasst, als wäre ihm längst klar, was Nocturne immer noch nicht wahrhaben wollte. Seine Antwort bestand aus einem Geräusch, das wie ein gequältes Winseln klang, als er sich zu der Toten auf seinem Schreibtisch umwandte.

In diesem Moment wachte er auf. Wie jedes Mal. Nocturne spürte die Enge in seiner Brust, den Knoten, der ihm die Kehle zuschnürte, als wäre es gerade eben passiert. Er schwitzte. Eine Weile lang starrte er im Dunkeln an die Decke. Ist es wieder die Frau? meldete sich eine tiefe, grollende Stimme irgendwo in seinem Kopf. Lunis. Der Wolf in ihm hatte mit alledem längst abgeschlossen. Sein menschliches Ich hatte sich verliebt, nicht sein Wolf. Ja. Ein unbestimmtes Grummeln war die Antwort, als hätte seine zweite Hälfe bereits das Interesse verloren, weil keine Bedrohung vorlag. Lunis blieb auch weiterhin stumm, während Nocturne wach im Bett lag. Er hatte seit Jahren nicht mehr von ihr geträumt.
Manchmal dachte er sogar wochenlang nicht an sie. Warum also jetzt?


Formelles
Ein Hoch auf die Bürokratie!


Avatarperson:
Tom Hiddleston

Charakterübernahme?
ja

Abnahme von
@ Mehrunes Noctis


> Zweitchar von Norah Grey

Re: Nocturne Noctis

#2
Hallo Nocturne,

Bevor ich den Charakter freigebe habe ich noch eine Frage und eine Kleinigkeit anzumerken:

Da seine Kampfkünste nicht unter den Eigenschaften, sondern nur unter den angeeigneten Fähigkeiten aufgezählt werden, gehe ich mal davon aus, dass er ein passabler, aber kein üebrragender Kämpfer ist, immerhin hat er sich ja nach seiner Ausbildung anderweitig orientiert, stimmt das soweit.

Außerdem würde ich dich bitten noch einen Wolfsgedanken in Farbe in der Schreibprobe einzufügen, damit es dort für alles ein Beispiel gibt (wink)

Ansonsten sieht das aber erstmal alles gut aus (smile)


MfG
Mason
Bild

Re: Nocturne Noctis

#3
Ausgezeichnet. (plot)

Und ja, er ist kein Terminator. Er kann sich in einem Kampf wehren und vermutlich nimmt er hin und wieder an Trainingseinheiten teil, weil Mehrunes darauf besteht. Aber im Idealfall muss jeder, der an ihn heran will, erst an seinen Brüdern vorbei, was seine Kampffähigkeiten obsolet macht.

Wolfsgedanken sind ebenfalls eingefügt. :) Lunis ist voraussichtlich nicht sehr gesprächig.

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