Thavo Skarsgard

#1
Allgemeines
Schönen guten Tag. Die Ausweispapiere, bitte!


Name:
Mein Name ist Dr. med. Thavo Kjell Skarsgard. Gerufen werde ich in der Regel aber schlicht und einfach Thavo oder Doc. Viel mehr kann man den Namen auch nicht mehr abkürzen.
Meine zweite Selle nennt sich Raikko, was so viel bedeutet wie Rat gebender Beschützer. Ziemlich passend für den stillen Genossen in meinem Kopf.

Wesens- oder Menschenart:
Ich bin ein, aus einem sehr alten Rudel stammender Werwolf.

Alter / Geburtsdatum:
Ich bin inzwischen 265 Jahre alt. Geboren wurde ich am 31.12.1751

Aussehen / besondere körperliche Merkmale:
Ich bin wohl der typische Skandinavier. Blond blauäugig und äußerst charmant, aber ich wollt es ja genau wissen.
Ich bin 186 cm groß und wiege 96 kg. Dabei bringe ich jedoch keinen Gramm Fett sondern pure Muskelmasse auf die Waage. Meine Muskeln sind gut ausgebildet und zeugen von meinem täglichen Training. Neben einem ansehnlichem Sixpack weise ich breite Schultern, kräftige Arme und durchtrainierte Beine auf.
Meine Blonden Haare trage ich stehts ordentlich gegeelt. Einzige Ausnahme ist, wenn ich im Op stehe und eine Haube tragen muss.
Meine blauen Augen gehen schon fast ins grau und um meine Pupille habe ich einen Ring helleren grau.
Ich trage eigentlich immer und ausschließlich einen gepflegten drei Tage Bart und ein charmantes Lächeln auf den Lippen.
Auf meiner durchtrainierten Brust, den Oberarmen und dem Rücken findet man bei genauerem betrachten einige Narben, welche von Kämpfen her führen. Nichts was mich sonderlich stört und besonders auffällt.
Auf der Innenseite meines rechten Oberarms befindet sich eine Tattoowierung: „Perhe on elossa“ - Familie ist Leben.
Mein Kleidungsstil ist eher schlicht gehalten. Dunkle Jeans, Sneaker und Swetshirts oder T-shirts, auch eher in dunklen und gedeckten Farben. Ich hab es eben am liebsten bequem. Anzug und Hemd samt Krawatte findet man bei mir wirklich nur zu besonderen Anlässen.
Die meiste Zeit laufe ich eh in weißer Hose, weißem Polo und weißem Kittel rum. Praktisch das es inzwischen Kleiderordnung in Krankenhäusern gibt.
Um meinen Hals befindet sich dauerhaft eine Kette mit den sogenannten „Hundemarken“ dran. Diese soll ich immer an das erinnern, was ich erlebt habe.
Meine Tierische Seele ist ein Tundrawolf. Ebenso wie die menschliche Gestalt hat auf der Wolf blaue ins graue gehende Augen. Er hat ein dichtes, weiches silbergraues Fell, welches unter der Schnauze und an der Kehle weiß ist. Die Rückseite der Ohren, die Schwanzspitze und das rechte Hinterbein sowie die linke Vorderpfote sind schwarz. Auf dem Rücken befinden sich ebenfalls ein schwarzer Sattelfleck. Üblich für die Wolfsart hat auch Raikko kleine Ohren, die jedoch jedes Geräusch wahr nehmen.

Persönlichkeit
Auch, wenn man vielen Leuten den Mangel dieser unterstellt – wir alle haben eine!


Eigenschaften:
In der Öffentlichkeit bin ich ein Gute-Laune-Macher durch und durch. Bin ein sehr offener Mensch, der ruhig und freundlich auf die Menschen, besonders auf die Patienten, zugeht und dadurch schnell Vertrauen gewinnt. Über die Jahre bin ich zu einem ausgezeichnetem Chirurgen und Unfallarzt geworden, kann mein Team schnell und sicher auch in extrem Situationen führen und schaffe es dabei auch noch den Patienten zu beruhigen. Ich hab gelernt wie ich mit den vielen verschiedenen Charakteren mit denen ich Tag täglich zu tun habe auskomme und mit ihnen umgehen muss. Für Freunde und Kollegen habe ich immer ein offenes Ohr und werde besonders durch meine entspannte Art geschätzt.
Wer jetzt aber glaubt ich bin ein absoluter Strahlemann, der immer nur in den Tag hinein lebt und das Leben genießt, der irrt. Wenn ich das Krankenhaus verlasse fällt die Maske des gut gelaunten Arztes und etwas verbittertes, hartes erscheint in meinen Gesichtszügen. In meiner Freizeit bin ich eher ein Einzelgänger, binde mich nicht an jemanden und schließe nur sehr schwer wirkliche Freundschaften. Mein Vertrauen zu gewinnen ist schwierig und ich brauche lange bis ich mich wirklich jemandem anvertrauen kann.
Ich verkrieche mich lieber in meine Studien. Hier bin ich sehr Ehrgeizig und unnachgiebig, grabe so lange bis ich an mein Ziel komme und lasse nicht locker. So entspannt, ruhig und ausgeglichen ich bei meiner Arbeit auch bin, so sprunghaft und impulsiv bin ich doch außerhalb der Klinik.
Raikko ist da das genaue Gegenteil. In der Klinik hält sich mein Wolf aus fast allem raus, lässt mich meinen Job machen und unterstützt mich lediglich wenn es um Wesensfragen geht. Außerhalb der Klinik holt der silbergraue Wolf mich mit seiner ruhigen und besonnenen Stimme wieder auf den Bode der Tatsachen zurück, gibt mir Kraft, Stärke und Ausdauer und bewahrt mich des öfteren vor Dummheiten.

Besondere angeeignete Kenntnisse oder Fähigkeiten:
Aufgewachsen im Skarsgard Rudel, dem größten Rudel Skandinaviens, habe ich eine ausgezeichnete Ausbildung im Nahkampf genossen. Zudem kann ich ausgezeichnet mit Pfeil und Bogen und inzwischen auch mit Schusswaffen umgehen, vermeide es aber soweit es geht.
Der Tatsache geschuldet das meine Mutter Ärztin war, bin auch ich diesen Weg eingeschlagen und habe darin etwas gefunden, was mich fordert und gleichzeitig glücklich macht. Mehrere Studiengänge, Fortbildungen und Forschungen habe ich es zu verdanken, dass ich heute ein ausgezeichneter Chirurg und Unfallarzt bin. Zudem habe ich mir über die Jahre einiges Wissen über die verschiedenen Wesen angeeignet und spezielle Heilmethoden für einige Verletzungen entwickelt.

Besondere angeborene Kenntnisse oder Fähigkeiten:
Ich besitze die üblichen, werwolftypischen Fähigkeiten.


Lebenslauf
Wir sind gründlich. Wir wollen alles wissen. Alles.


Vorgeschichte:
Geboren wurde ich als jüngster Sohn des Alphapaares des Skarsgard-Rudels. Unser Revier lag im heutigen Urho-Kekkonen-Nationalparks, der nicht nur für seine Nordlichter bekannt ist, sondern auch als fiktive Heimat des Weihnachtsmannes dient. Tief in den Bergen des arktischen Fjellgebietes hatte mein Rudel ein Dorf, in dem wir zusammen lebten, jagten und trainierten.
Ich wuchs behütet im Schutz des Rudels auf, lernte früh wie man mit Pfeil und Bogen jagte, wie ich mich in menschlicher Gestalt gegen andere Wehrte und wie ich Waffen und Fallen baute. Alles was ein junger Krieger des Rudels eben wissen musste. Meine eigentlichen Interessen gingen jedoch schon sehr früh in eine andere Richtung. Meine Mutter war die Heilerin unseres Rudels und schon immer umgab sie ein beruhigender Duft nach frischen Kräutern. Sie strahlte zudem eine Ruhe und gleichzeitig eine Kraft aus, das jeder noch so starke Krieger des Rudels bei ihr zur Ruhe kam und sich entspannte. Wer jetzt glaubt meine Mutter sei eine Hexe irrt, auch wenn sie damals ein ähnlicher Geruch umgab. Kräuter waren zu der Zeit eben die einzige Medizin die man kannte.
Das was meine Mutter konnte faszinierte mich mehr wie jede Kampfkunst meines Vaters. Sehr zu dessen Missmut.
Mit 14 Jahren begleitete ich meine Mutter das erste mal raus aus dem Dorf rauf auf die Berge um Kräuter zu sammeln. Ich sollte für ihre Sicherheit sorgen, gemeinsam mit einem der älteren Krieger. Dieser schien mein Interesse für die Kräuter die meine Mum sammelte jedoch besser nachvollziehen zu können wie mein Vater und gestattete es mir ihr zu helfen. Sie zeigte mir alle Heilkräuter, erklärte mir ihre Wirkung und warnte mich vor giftigen Substanzen. Wissbegierig saugte ich jedes ihrer Worte auf, half ihr im Dorf die Kräuter zu verarbeiten und lernte sie anzuwenden.
Nur zu gut erinnere ich mich auch heute noch an den Streit zwischen meinen Eltern. Mein Vater wollte das ich mich auf den Kampf konzentriere und nicht weiter bei der Herstellung von Medikamenten half, meine Mutter sah dies jedoch anders. Schließlich konnte sie sich durchsetzen. So ging ich bei ihr richtig in die Lehre, musste meinem Vater aber gleichzeitig versprechen das Kampftraining nicht zu vernachlässigen.
Untypisch für einen Werwolf vernahm ich die Stimme meines Wolfes vor meiner ersten Verwandlung nicht. Nicht das leiseste Flüstern war von ihm zu hören. Trotzdem hatte ich nie das Gefühl alleine zu sein. Ich hörte wie die Anderen aus dem Rudel darüber sprachen das die Stimmen in ihren Köpfen lauter wurden, bei mir blieb es ruhig. Nur eine beruhigende Präsenz ähnlich der meiner Mutter breitete sich mehr und mehr in mir aus. An meinem 20. Geburtstag war ich Nachts mit meinem Vater in den Bergen. Wir beobachteten die Nordlichter und sprachen über das Rudel. Mein älterer Bruder Loki würde das Rudel übernehmen, dass stand schon lange fest, was genau jedoch meine Aufgabe war, wo mein Platz war, darüber stritten die Ältesten schon eine Weile. Auch ich selber hatte mir bereits darüber Gedanken gemacht. Wolfsuntypisch zog es mich fort vom Rudel. Raus in die Welt. Ich wollte Reisen, die Welt kennen lernen, mehr über die Medizin erfahren. Meinem Vater passte diese vorsichtig getroffene Aussage ganz und gar nicht und das erste mal in meinem jungen Leben bekam ich eine Ohrfeige, die sich gesessen hatte. Als ich auf dem Boden aufschlug, mit dem Gesicht im Schnee überrollte mich eine Woge des Schmerzes. Als diese endlich abebbte vernahm ich das erste mal vollkommen klar, rein, warm und deutlich die Stimme Raikkos. Der Wolf forderte mich auf meinem Wunsch zu folgen und das Rudel zu verlassen. 5 Jahre später tat ich dies.
Das Verhältnis zu meinem Vater und auch zu meinen Brüdern war inzwischen so schlecht geworden, das es ständig streit und Kämpfe gab. Unter Tränen verabschiedete meine Mutter sich von mir und ich brach auf.
Ich durchzog die skandinavischen Länder und lernte neue Sprachen dazu. Außerdem lernten Raikko und ich uns besser kennen und wurden zu einem guten Team. 1796 wurde die erste Impfung gegen Pocken auf den Markt gebracht und es zog mich nach England, wo ich den Erfinder dieser Impfung aufsuchte: Edward Jenner. Es brauchte viel gebettel und geflehe, bis dieser geniale Arzt mich unter seine Obhut nahm und begann mich zu lehren. Ich kannte zwar den Umgang mit Heilkräutern, doch war alles auf die Werwölfe und nicht auf die Menschen ausgelegt gewesen. 10 Jahre lang blieb ich bei ihm, bis mir bewusst wurde, das früher oder später die Frage nach meinem Altern kommen würde. Oder besser meinem mangelndem Altern. Also verabschiedete ich mich schweren Herzens aus Britannien und zog weiter. Jenner war ein Allgemeinmediziner. Zwar interessant, aber nicht wirklich das was ich wollte. Jenner gab mir zum Abschied das Buch über die Chirurgie von Lorenz Heister mit, der zu dieser Zeit leider bereits verstorben war.
Völlig fasziniert von diesem Buch zog es mich weiter nach Deutschland in die Charité nach Berlin, wo ich mein 6 jähriges Studium absolvierte und danach meinen Facharzt in Chirurgie machte. Inzwischen schrieben wir das Jahr 1812. Es ging für mich weiter von Deutschland nach Spanien, Frankreich bis in die USA. Am 16. Oktober 1846 konnte ich dort im Massachusetts –General-Hospital die erste öffentliche Präsentation einer Narkose miterleben.
Inzwischen war ich ein guter Chirurg, lehrte und rettete gleichermaßen Leben. Zog von Krankenhaus zu Krankenhaus und genoss mein Leben in vollen Zügen. Ich genoss die Vorzüge nicht zu Altern, bereiste die ganze Welt, sammelte Erfahrungen in allen möglichen Behandlungstechniken und entwickelte mich immer weiter. Überall herrschte Krieg, Tod und Verwüstung, nichts was man schön reden konnte. Und doch erlebte ich etwas, was ich in meinem Rudel nie so erleben durfte. Meine Anwesenheit wurde geschätzt. Ich war beliebt, nicht nur der jüngste des Rudels, plötzlich war ich der der zum essen eingeladen wurde, ich war von Frauen umringt und dazu noch gut bezahlt. Ja das Leben war perfekt. Bis zum 28. Juli 1914. Der erste Weltkrieg brach aus und auch ich, der seine Staatsangehörigkeit zu dem Zeitpunkt Frankreichs angab, wurde eingezogen und ausgebildet. Als Arzt wurde ich gebraucht. Am 03. August 1914 zogen die Franzosen ebenfalls in den Krieg.
Raikkos Geschick und seiner Schnelligkeit ist es zu verdanken, das ich das ganze unbeschadet überstand. Ich konnte viele Leben retten, doch eben so viele verlor ich. Etwas, was mich grundlegend verändert hatte. Ich lernte auf brutalste Art und Weise die dunklen Seiten der Medizin kennen.
Der 22. April 1915 war der Tag an dem das erste mal Chlorgas eingesetzt wurde. Noch heute kann ich die verzweifelten Schreie und das Geröchel der sterbenden Soldaten abrufen, die elendig im Gas erstickten. Wir flohen aus dem Gebiet und verschanzten uns. Das Lazarett war überfüllt mir Verletzen.
Ich erinnere mich noch als wäre es gestern gewesen. Vollkommen erschöpft lehnte ich an einem der Baumstämme, als sie plötzlich etwas durch das Lager bewegte. Für das menschliche Auge kaum wahrnehmbar und doch für mich so deutlich zu erkennen. Natürlich hatte ich von Vampiren gehört, davon wie schnell sie waren, doch dies mit eigenen Augen zu sehen war nochmals eine ganz Andere Erfahrung. Einige der verwundeten Soldaten in meiner nähe hörten plötzlich auf zu wimmern. Als mir endlich bewusst wurde was da passierte, war die Gestalt schon wieder verschwunden, nur ihr Geruch lag noch in der Luft.
Es gingen Geschichten durch die verschiedenen Truppen. Von einer dunkelhaarigen Frau die sich Nachts die Seelen der tödlich verwundeten Soldaten holte.
Ich beobachtete in diesem Kriege noch weitere drei male, wie die Frau kam und die Seelen der sterbenden Männer mit nahm.Sie suchte sich Soldaten aus, die bereits tödlich verwundet waren und somit sah ich mich nicht gewillt einzugreifen und auch Raikko blieb ruhig.
Nach Ende des erste Weltkrieges zog es mich zurück in die Heimat. Inzwischen hatte Loki das Rudel übernommen, meine Eltern waren beiden Alt und unterstützten das Rudel nur noch provisorisch. Die Aussprache mit meiner Familie war emotional, tränenreich aber auch voller Vorwürfe von beiden Seiten. Vom finnischen Bürgerkrieg bekam das Rudel kaum etwas mit und weigerten sich auch dort einzugreifen.
Bis zum Jahre 1938 blieb ich bei meinem Rudel, lehrte die jungen Heiler und genoss die Zeit mit meiner Familie.
Dann jedoch zog es mich wieder fort und erneut trat ich die lange Reise in die Vereinigten Staaten an.
Wenn mich heute jemand Fragt ob ich gegangen wäre, wenn ich gewusst hätte, das der zweite Weltkrieg vor der Tür steht? Wahrscheinlich schon. Den Überfall Deutschlands auf Polen am 01. September 1939 bekam ich in Washington mit. 1943 rückte ich, dieses mal als amerikanischer Staatsbürger aus.
Zwei Wochen später sah ich die Vampirin erneut. Wieder holte sie sich nur die Verwundeten, die im sterben lagen. Ließ mich und die Anderen Soldaten aber in Ruhe.
In diese Krieg kam ich das erste mal mit den Venatores in Kontakt. Ein angeschossener Kamerad wurde zu mir gebracht und es blieb keine Zeit um die Handschuhe über zu streifen, also griff ich so in die Wunde um die Kugel zu entfernen. Nichts ahnend ergriff ich die Kugel und ein blitzartiger Schmerz durchfuhr mich. Warum ich die Kugel erst los ließ als ich sie draußen hatte weis ich nicht mehr. Verbrennungen an Daumen und Zeigefinger waren die Folge. Nichts was die heutige Medizin nicht wieder richten könnte. Damals jedoch kostete es mir fast das Leben. Ein Jäger bemerkte meinen Schmerz und erkannte mich als Werwolf. Ohne weiter auf das Leben des verwundeten Kameraden zu achten wurde ich gepackt und fort geschleift. So richtig wusste ich gar nicht was los war. Raikko reagierte da schneller als ich. Er übernahm die Führung, nahm seine Gestalt an und das erste mal in meinem Leben töteten wir. Die Knochen der Venatores brachen unter der Kraft des Kiefers. Getötet haben wir wohl nur einen, denn als wir zur Flucht ansetzten flogen uns die Silberkugeln nur so um die Ohren.
Ich weiß nicht mehr wie lange wir rannten. Irgendwann fanden wir eine Höhle in der wir uns verkrochen. Als die Dämmerung dann einsetzte schlich ich mich zurück ins Lager. Es dauerte nicht lange bis ich im Schutz der Dämmerung meine Tasche und meine Klamotten gefunden hatte und das Lager wieder verließ. Ich war etwa eine Stunde vom Lazarett entfernt, als ich eine frische Blutspur fand. Neugierig folgte ich der Spur, die so anders roch als die der Menschen. Was ich dann jedoch vor fand überraschte mich. Die Vampirin die sich Nachts die verwundeten Soldaten holte saß selber verwundet an einem Baum. Für mich stand außer Frage das ich ihr helfen musste, denn so wie ich war sie ein Wesen, das augenscheinlich gejagt worden war. Ich entfernte die Silberkugel in ihrem Bein und stoppte die Blutung. Für einen Werwolf wäre es das gewesen, etwas ausruhen, zu Kräften kommen, doch Vampire brauchten frisches Blut. Da weit und breit kein Mensch zu sehen war gab ich ihr etwas von meinem Blut. Das erste mal das ich wirklich mit einem Wesen außerhalb meiner eigene Gattung zu tun hatte. Wir blieben die restliche Nacht über zusammen ehe beide am nächsten Morgen getrennte Wege gingen.
Ich entfernte mich von den Amerikanern, schloss mich wieder den Franzosen an und wie der Krieg ausging weiß jeder.
Ich begegnete der Vampirin noch in zwei weiteren Kriegen. Im Koreakrieg und im Vietnamkrieg. Was ich dort gemacht habe? Durch die Vampirin wurde mein Interesse an den verschiedenen Wesen geweckt und wo kommt man besser und schneller an Blut und sonstiges wie im Krieg? Ich begann zu forschen und inzwischen habe ich einiges zusammen.
Inzwischen zähle ich die USA und Kanada als meine Heimat. Alle paar Jahre wechsel ich meinen Wohnort um mein nicht altern zu verbergen. Ich habe mich der heutigen Zeit angepasst, nicht nur was die Sprache und das Verhalten angeht, auch die Medizin hat sich stetig entwickelt und ich bin ihr gefolgt. Jetzt steht für mich wieder ein Wechsel an und von einer großen Klinik in Vancouver zieht es mich nach Austin, wo eine Oberarztstelle als Chirurg ausgeschrieben ist. Außerdem bekomme ich in der Stadt die Möglichkeit dem ansässigem Pathologen unter die Arme zu greifen und vielleicht entdecke ich ja dabei doch noch das eine oder andere Interessante für meine Forschung.


Kenntnis über andere Wesen:
Die grundlegenden Dinge erlernte ich bereits bei meinem Rudel. Genauere Kenntnisse habe ich mir über die Jahre aber selber angeeignet.

Schreibprobe:
Als Thavo die große Eingangshalle des Seton Medical Centers betrat schob er sich die Sonnenbrille in die Haare und sah sich interessiert um. Das Vorstellungsgespräch hatte per Videokonferenz statt gefunden und seine Empfehlungsschreiben hatte eine Hospitation wohl unnötig gemacht. Heute sollte er seinen ersten Tag in dem Klinikum antreten. Leicht sog er die Luft ein und der Wolf in seinem inneren brummte.
Früher hat es weniger nach Alkohol und Desinfektionsmittel gestunken. Das war eindeutig besser für meine Nase! innerlich lachte Thavo. Stimmt, aber früher sind dafür auch viel mehr Menschen an Blutvergiftung gestorben. Geh schlafen Raikko.
Das tat der Wolf und zog sich tief zurück um sich zusammen zu rollen und zu dösen, denn schlafen würde er nicht. Nicht solange es so viel neues zu entdecken gab. Zwar hatte Thavo tagsüber und in den Kliniken klar das Zepter in der Hand, das bedeutete aber noch lange nicht, das Raikko seinen Menschen unbeobachtet ließ.
„Dr. Skarsgard, willkommen!“, eine hochgewachsene brünette Frau kam auf ihn zu und reichte ihm freudestrahlend die Hand. Thavo erwiderte das Lächeln und den Handschlag gleichermaßen.
„Vielen Dank!“
Es folgten die üblichen Floskeln. „Wie war die Anreise? Haben sie sich schon eingelebt?“ Bla bla bla. Während sie diese Plauderein austauschten folgte Thavo der Frau durch die große Eingangshalle zu einem Fahrstuhl. Er hasste diese Dinger. Klar waren sie eine nützliche Erfindung, aber er bevorzugte klar die Treppe wenn es irgendwie ging. Jetzt aber hieß es Zähne zusammen beißen und da durch. Ein leichter ruck ehe sich der Fahrstuhl in Bewegung setzte. Die Brünette redete immer noch, erzählte ihm etwas über Bettenanzahl, Behandlungsräume und hochmoderne Operationssääle. Alles Dinge die der Arzt längst wusste.
Endlich standen sie vor einer Tür. Mit einem aufreizendem Lächeln öffnete die Damen die Tür und ließ den Wolf eintreten.
„Ihr Arztzimmer.“, sagte sie und die blaugrauen Augen wanderten durch den Raum.
Er war hell und freundlich gestaltet. Eine große Couch war eine mögliche Schlafoption, wenn die Dienste mal wieder länger gehen würden. Auf einem großen Schreibtisch lagen Piper, Telefon sowie Dienstausweis und Dienstkleidung.
„Vielen Dank. Ab hier komme ich alleine klar!“, ein freundlicher, aber nachdrücklicher Rauswurf. Die Dame verstand und war kurz drauf verschwunden. Mit einem Klick fiel die Tür ins Schloss und der Wolf trat ans Fenster. Er konnte die Stadt überblicken und ein leichtes Lächeln erschien auf seinen Lippen.
Neue Stadt... Neues Glück! Wolf und Mann waren da einer Meinung.


Formelles
Ein Hoch auf die Bürokratie!


Avatarperson:
Jessie Pavelka

Charakterübernahme?
Nein

Abnahme von
@Norah Grey

Probeplay
Nebencharakter

Re: Thavo Skarsgard

#2
Huhu Thavo

und Willkommen im Austin. (love)
Ich habe nur zwei, drei korinthenkackerische Anmerkungen zu deiner Bewerbung. (:



Alter / Geburtsdatum:
"Ich bin inzwischen 265 Jahre alt. Geboren wurde ich am 31.12.1752."
Da wir im Sommer 2017 spielen, müsste Thavos Geburtstag der 31.12.1751 sein.


Vorgeschichte:
"1776 wurde die erste Impfung gegen Pocken auf den Markt gebracht und es zog mich nach England, wo ich den Erfinder dieser Impfung aufsuchte: Edward Jenner."
Wikipedia sagt, dass das 1796 war? Zudem hast du im Anschluss Jenner zweimal falsch geschrieben (Jennar).

"Inzwischen schrieben wir das Jahr 1799."
Das müsste dann, mit der Verschiebung um 20 Jahre, 1819 gewesen sein.



Wenn du mit den Korrekturen fertig bist, lege bitte in deiner Charakter-Area noch deine Zeitleiste an.
Melde dich abschließend noch einmal kurz, dann kannst du auch schon in den Farbeimer getaucht werden. (meow)

Grüßlis
Jonathan Corbett
für das Team vom "Austin - keep it weird"
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Set © Leah Corbett :3

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