Justin Janosch Konietzko

#1
Allgemeines
Schönen guten Tag. Die Ausweispapiere, bitte!


Name: Justin-Janosch Koniezko


Wesens- oder Menschenart:
Hexer

Alter / Geburtsdatum:
22 Jahre (*24.12.1997 in New York)

Aussehen / besondere körperliche Merkmale:
Geschlecht: Männlich
Größe: 1,77 m
Gewicht: 83 kg

Justins Gehabe wirkt wie das eines deutlich älteren, selbstsicheren Mannes. Dies führ zu einem seltsamen Gesamtbild. Sein Gesichtsausdruck ist meist ernst, gesammelt und schwer deutbar. Justins lachen wirkt jedoch ungemein gewinnend. Seine dunkelbraunen Augen und braunen Haare komplimentiert ein dunkler Teint.
Konietzkos trainierten Körper kann man unter der eher weiten Kleidung meist nur erahnen.

Neben einer ungewöhnlich ausgeprägten Muskulatur von Torso, Unterarmen und Händen fallen vor allem zahlreiche Narben auf. Die meisten dieser Narben sind eher klein und stammen von zahllosen Sport- und Trainingsunfällen. Zahlreiche Schnitt-, Kratz- und Bisswunden sind über Arme, Beine und Körper verteilt und reichen von wütendem Pink bis hin zu kaum von normaler Haut unterscheidbaren Brauntönen. Sie scheinen teils von Pranken und Waffen, teils von großen Hundekiefern zu stammen. Seine Unterschenkel zeigen stark ausgeprägte Schwielen auf der Vorderseite der Schienbeine. Das gleiche gilt für Ellenbogen und Knöchel.


Justi trägt keinen Bart, seine Kurzhaarfrisuren sind stets so konservativ und „unpersönlich“ wie sein Kleidungsstil. Seine Kleidung ist stets unauffällig und in der entsprechenden Situation angemessen. Auffallenderweise trägt er immer lange Hosen (auch im texanischen Sommer) und geschlossene Schuhe. Polohemden, normale Hemden und bunte T-Shirts sind typische Bestandteile seines Kleiderschranks. Justin ist stets mit einem seiner zahlreichen, mattschwarzen Taschenmesser ausgestattet. Seine Kleidung ist für gewöhnlich von hoher Qualität, auch wenn sie nie aus der aktuellen Modesaison stammt. Anders als die meisten seiner Altersgenossen trägt er stets eine einfach, schmucklose Armbanduhr und besitzt keinerlei Tattoos, Piercings oder Schmuckaccessoires. Justin ist stets gepflegt und wohlriechen. Selbst im Bett (sofern er sich dort allein aufhält) ist er stets vollständig bekleidet!



Persönlichkeit
Auch, wenn man vielen Leuten den Mangel dieser unterstellt – wir alle haben eine!


Justin-Janosch ist ein extrem disziplinierter junger Mann mit tiefsitzenden psychischen Problemen und einem festgeschriebenen Ziel. Er ist seinen Eltern gegenüber absolut gehorsam und lässt sich von ihnen alle wichtigen Entscheidungen abnehmen ohne sich zu beschweren. Obwohl er ein exzellenter Lügner ist, weicht er selten von der Wahrheit ab. Den Begriff Freizeit kennt Justin nicht. Wenn er sich nicht gerade damit beschäftigt seinen Körper weiter zu stählen und sein breites Allgemein-, Technik- und Naturwissenschaftswissen weiter auszubauen ist er damit beschäftigt für sein Studium (Master of Business Administration) zu lernen, zu kochen oder neue Sprachen zu lernen. Er ist ehrgeizig und geht dabei regelmäßig über die Grenzen des Gesunden hinaus. Grund dafür ist neben seinen Minderwertigkeitskomplexen ein Fehlen von Eigenantrieb und Träumen, welches er in „sinnvoller“ Arbeit zu ertränken sucht.

Justin ist ein sehr förmlicher, korrekter, junger Mann mit gepflegtem Wortschatz. Er hat extreme Schwierigkeiten im Umgang mit gleichaltrigen oder nicht zur Oberschicht gehörenden Menschen. Das Führen von persönlichen, sozialen Beziehungen fällt ihm aufgrund seines verschlossenen Wesens schwer. Justin ist ein perfektionistischer Mensch der zur Arroganz neigt. Er ist schwer aus der Fassung zu bringen, neigt jedoch in solchen Fällen zu Zornesausbrüchen. Er ist vergisst Schmähungen niemals und handelt meist nach der alttestamentarischen Auge um Auge Regel.

Des Weiteren ist sein von Effizienz und Funktionalität dominiertes Denken hervorzuheben, welches nur selten von Ausbrüchen kindlicher Bewunderung und Lebensfreude durchbrochen wird. Dafür schämt er sich ebenso wie für offen gezeigte Gefühle oder mit Comics „verschwendete Zeit“. Er versteht nicht, dass Menschen ohne festes Ziel durch ihr Leben gehen können und bewundert ihre Lebensfreude und ihren Mut Dinge „nicht richtig“ zu machen. Er selbst ist zwanghaft korrekt, das Brechen -auch vollkommen sinnloser – Regeln fällt ihm sehr schwer. Justin trinkt und raucht nicht. Sein einziges Laster besteht im Konsumieren eines sonntäglichen Energydrinks. Er geht zahlreichen Aktivitäten nach die ihn darauf vorbereiten die Ehre seiner Familie wiederherzustellen, hat einen starken Beschützerinstinkt und einen konservativen Ehrenkodex. Dieser wurde ihm so gewaltsam eingeprügelt, dass er ihn nicht ablegen kann. Des weiteren ist er begierig auf Respekt, Anerkennung und Zuneigung.


Eigenschaften:

Justin ist:
-Eine Inkarnation von Pünktlichkeit, Korrektheit und Verlässlichkeit.
-Ernst und nachtragend
-perfektionistisch, Effizienzorientiert
-Er führt ein nahezu asketisches Leben
-Er neigt zu Arroganz und Protektionismus
-Ein Mann mit unbeugsamen Prinzipien
- Ein sozial beschränkter Mensch ohne Hobbies und Freundeskreis
- Von Ehrgeiz/ Leistungswillen zerfressen und sturköpfig
- realitätsfern und idealistisch

Besondere angeeignete Kenntnisse oder Fähigkeiten:
Justin-Janosch besitzt die folgenden herausragenden Fähigkeiten:
-Fließende Sprachkenntnisse in: Polnisch, Deutsch, Russisch, Mandarin und Spanisch, PYTHON, C++, Java
- exzellente Nähkampfkenntnisse in Muay Thai, Ringen und Kung-Fu
- guter Schütze mit Pistolen, Jagdgewehren und Schrotflinten
- hohe Schmerztoleranz und Ausdauer
- überdurchschnittlicher Motorradfahrer
- exzellenter Lügner/ Schauspieler
- herausragende Allgemeinbildung

Besondere angeborene Kenntnisse oder Fähigkeiten:
Justin besitzt die folgenden magischen Fähigkeiten:

Augen des Svarog (Zauber):
Es handelt sich um einen Zauber der mit den Worten „Ich bin Svarogs Feuer, geboren die Unreinen zu läutern und die Reinen zu erleuchten!“ eingeleitet wird.
Die Augen des Zaubernden fangen dabei ein gleißend hell zu leuchten und erhellen nicht nur die Nacht. Die Sicht des Zauberers wird durch das Licht nicht im geringsten gestört, auch nach dem Abklingen des Zaubers sind seine Augen perfekt an die herrschenden Lichtverhältnisse angepasst. Hexen (und vor allem Vampire) die mit dem Licht in Kontakt kommen erleiden leichte bis schwere Verbrennungen. Alle anderen Wesen werden lediglich geblendet und gebräunt. Neben den üblichen Zaubernebenwirkungen besteht eine nicht geringe Chance, dass der Zauberer selbst ebenfalls einen Sonnenbrand erleidet. Je länger der Zauber aufrechterhalten wird, desto drastischer sind die Nebenwirkungen. Eine übliche Zauberdauer liegt bei ca. 10 bis 40 Sekunden.

Triglaw´s Blut (Zauber):
Es handelt sich um einen Zauber der die Reaktionsgeschwindigkeit, Körperkraft und Geschicklichkeit des Zaubernden kurzzeitig erhöht. Dabei handelt es sich um einen überwiegend magischen Effekt, welcher nicht zwangsläufig zu durch Überbelastung verursachten Bänderrissen, Knochenbrüchen oder Muskelrissen führt. Der Zauberer muss vor dem Ausstoßen eines wildern Kriegsschreis sein eigenes Blut trinken um in einen Zustand zu geraten in dem seine Sinne aufs übermenschliche geschärft sind. Willensschwache Zauberer verfallen unter Einfluss dieses Zaubers in eine wilde Raserei, in welcher sie nicht nur keine Angst kennen, sondern auch nicht zwischen Freund und Feind unterscheiden können. Es wurden sogar Fälle überliefert in denen ein Magier vollkommen dem Geist Triglaws anheimfiel und den Zustand der Raserei nicht verlassen konnte bis seine Lebenskraft aufgebraucht war. Korrekt beherrscht zeigt Triglaw´s Blut deutlich seltener die üblichen Erschöpfungserscheinungen als andere Zauber. Dies ist der Hauptgrund für die ungewöhnlich lange Wirkungsdauer von bis zu zwei Stunden.

Veles Füllhorn (Trank):
Veles Füllhorn ist ein mächtiger Heiltrank. Das widerwärtig schmeckende Gebräu steigert die Wundheilung auf ein übernatürliches Maß, sodass ein Hexer in der Lage ist z.B. einen Bauchschuss ohne Arztbesuch zu überleben. Menschen überleben das konsumieren dieses Trankes nicht, gleiches gilt auch für andere Wesen (Werwölfe und Ghule ausgenommen). Die Belastung der Leber ist enorm, was zu einem jämmerlichen Tod durch Leber und Nierenversagen führen kann. Der Trank wird aus den folgenden Zutaten gebraut:
-Myrthe (1 Hand voll)
- gemahlener Pfeffer (33 Körner)
- 1 Prise Cinnabarrit (Zinnober)
- 0,05 g Cobaltnitrat
- 100 ml Ghulblut/Essig Mischung (1:10)
- 20g gemahlene Nelken
- 100 ml Rotwein
- 2 Esslöffel Honig
- 1 Shot Wehrmutextrakt
- gehobelter Rettich
- 2 gemahlene Krähenfüße
- ein Zweig Roßmarin
- Ein Bündel Thymian
- 5g Salz/gemahlenes Eisen
- eine Priese Bleiacetat
- 2 Zimtstangen
- eine locke Hexenhaar

Der Trank muss aufkochen und zwei Stunden ziehen. Er kann ausschließlich bei Vollmond gebraut werden. Das Feuer ist mit Weißdorn und Buchenholz zu entfachen. Der Trank ist durch ein feines Sieb von festen Bestandteilen zu trennen und in 20 bis 50 ml Portionen aufzuteilen. Er ist bis zu drei Monate lang haltbar und sollte ausschließlich in Achatfläschchen gelagert werden.

Czorneboh´s Schatten (Trank):
Der Trank verleiht dem Konsumenten eine furchteinflößende, dämonische Ausstrahlung. Diese verursacht bei anderen Wesen ein starkes Unwohlsein, bis hin zu Panikattacken. In besonders extremen Fällen erleiden Betrachter Halluzinationen die meist mit gehörnten Dämonenköpfen, schwarzem Nebel oder wispernden Stimmen zu tun haben. Der Trank ist ungiftig und kann von jedem Wesen getrunken werden. Eine sorgfältige Zubereitung von größter Bedeutung, da der Trank ansonsten vollkommen wirkungslos ist. Es wird wie folgt vorgegangen.
- 2 Zitronenschalen
- 11 Anissterne
- 2 Esslöffel Honig
- 500ml Ziegenmilch
- 3 Nelken
- 1,65g zerstoßener Kardamon
- ein Bündel Kamille
Die Zutaten werden für fünf Minuten gesiedet und abfiltriert.

Das Filtrat wird anschließend mit sieben tropfen Moschusöl, einem verwesenden Stück Rindfleisch, sowie Ziegenexkrementen versetzt und in einen Kopfertopf gefüllt. Dieser ist drei Wochen im Boden zu vergraben. Danach wird das ganze filtriert und 1:1 mit reinem Alkohol aufgefüllt. Diese Mixtur ist im Verhältnis 1:3 mit entronnenem Ziegenblut zu mischen. Will man eine wahrhaft höllische Mixtur zubereiten verwendet man Menschenblut. Der Trank ist in mit Pech ausgebrannten Tonfläschchen einige Tage Haltbar. Eine Portion umfasst circa 50 ml Flüssigkeit.


Lebenslauf
Wir sind gründlich. Wir wollen alles wissen. Alles.


Vorgeschichte:
Justin-Janosch Konietzko kam als Kind von Maria Konietzko zur Welt. Seinen Vater hat er niemals kennengelernt. Sein Stiefvater Wieslav war keine Prominente Figur im Familienleben der Konietzkos, vor allem weil er Justins Mutter niemals widerspricht und alles ausführt was diese ihm vorschlägt. Wieslav hatte in der US Army als Seal gedient und war als (reichlich angeknackster) Veteran durch den mittleren Westen vagabundiert bis er bei der seltsamen Maria und ihrem einjährigen Sohn hängen geblieben war. Maria Konietzko war bereits einmal verheiratet und stammt aus einer ehemals reichem polnischen Familie. Maria lebt bis heute für ein Ziel – auf dem Grab der Frau zu tanzen die ihr Ehre und Luxus raubte. Aus diesem Grund begann sie ihren Sohn schon von frühesten Kindesbeinen an zum Werkzeug ihrer Rache zu formen. Er sieht XX als Inkarnation des Bösen und glaubt seiner Mutter alle Geschichten über seinen leiblichen Vater. Diese war angeblich ein erfolgreichen Aktienhändler der von einer verdorbenen Hure in den Ruin getrieben und gebrochen wurde bis ein von Drogen- und Alkoholkonsum gebeuteltes Wrack übrig blieb. Dieses verlor sich schließlich in den Straßen New Yorks und ließ eine mittellose, schwanger Frau zurück. Dementsprechend ist Justin nicht gut auf seinen leiblichen Vater zu sprechen!

Wiezlav begann Justin bereits im Alter von 2 Jahren im Nahkampf auszubilden. Während andere Kinder im Sandkasten spielten machte Justin Situps, trug den ganzen Tag lang Sandsäckchen an Hand und Fußgelenken und absolvierte Halbmarathons. Auch sonst beschäftigte sich der Veteran intensivst mit dem kleinen Jungen, der spielerisch mehr lernte als die meisten Schulpflichtigen Kinder. Mit sieben Jahren konnte Justin-Janosch bereits fließend Englisch, Polnisch und Russisch sprechen und schreiben. Unterwiesen wurde er bis zu seinem sechzehnten Lebensjahr von seiner Mutter, Wiezlav, dem Internet und zahlreichen Büchern. Wie seine Mutter an das notwendige Geld gelangte um die umfangreichen Trainingsmöglichkeiten für ihn zu schaffen ist ihm bis heute nicht vollkommen klar. Er traut sich jedoch nicht nachzufragen, da sie ihn stets schroff abweist und mit Vorwüfen straft.
In der Familie Konietzko wird Versagen nicht toleriert, ebenso wenig wie Angst oder sonstiges unmännliches Verhalten. Die resultierenden Strafen waren meist unverhältnismäßig hart, führten jedoch stets zum beabsichtigten Lerneffekt. Dennoch kann man seine Eltern nicht als unmenschlich bezeichnen. Sie zeigten stets Fürsorge wenn Justin sich z.B. das Bein gebrochen hatte oder wegen Alpträumen nicht schlafen konnte. Sein Trainingsregime wurde immer extremer, involvierte zunehmend ernste Kämpfe mit Kampfhunden und bewaffneten Gegnern. Seine Mutter war stets eine Meisterin des tadelnden Lobs, oder lobenden Tadels und da Justin auf einer abgelegenen Farm in North Dakota aufwuchs war es nicht verwunderlich, dass er auch in der High-School keine Freunde fand. Er war schlicht und ergreifend zu anders! Natürlich wurde der Hexer nicht gemobbt, da er sich mit Leichtigkeit den nötigen Respekt verschaffen konnte.
Es war für ihn leicht mit Bestnoten aus der Schule hervorzugehen, die dafür erhaltene Anerkennungen entfachten seinen Ehrgeiz nur noch weiter. Nach dem Abschluss der High School (selbstredend als Stufenbester)besuchte er die North Dakota State University und schloss dort in drei Jahren als B.Sc. Business Administration mit Summa Cum Laude ab. Daraufhin besorgte ihm seine Mutter einen Studienplatz an der Universität in Austin (die sie einst selbst besuchte). Justin ist damit beschäftigt seinen Master in Business Administration zu absovlieren. Da das Geld relativ knapp ist versucht Justin sich etwas dazuzuverdienen, mit Amateur-Boxen, Taxi-Fahren oder Kellnern. Natürlich wohnt er in einem Studentenwohnheim und wurde, sehr zu seiner Verwunderung, einer Wohngemeinschaft zugeteilt.

Kenntnis über andere Wesen:
Justin-Janosch sind alle Wesenarten bekannt. Er ist über ihre Schwächen und Stärken bestens informiert, insbesondere mit Vampiren hat er sich intensivst beschäftigt. In der Realität ist er Werwölfen, Elektrokinetikern und Telepathen noch nicht begegnet.

Schreibprobe:
Justin schloss das Buch und lehnte sich für eine Minute zurück. Sein Gesicht war von Schweiß bedeckt, trotz der gut funktionierenden Klimaanlage der Universitätsbibliothek. Seine Augen waren schwer und sein Kopf fühlte sich an wie ein Haufen weichgekochter Haferbrei. Er nahm einen tiefen Zug aus der gläsernen Wasserflasche und blickte sich um. Bis auf den gelangweilt hinter dem Tresen lümmelnden Wachmann waren nur noch ein paar asiatische Studentinnen an einem weiter Entfernten Gruppentisch zu sehen. Eine von ihnen betrachte den jungen Mann aus großen dunklen Augen. Justin unterdrückte ein Innerens seufzen. Sollte er seinen Tisch verlassen und die Damen ansprechen? Einerseits wäre es höflich genau das zu tun, schließlich wurde er intensiv gemustert... Vielleicht würde er ja doch jemanden kennenlernen der an ihm interessiert war... Aber dann würde es spät werden, da er noch das Unterpakt „Versorgungsprozesse“ für seinen fiktiven PVD-Betrieb ausarbeiten musste! Er hatte sich schließlich vorgenommen das interdisziplinäre Projekt in einem Semester abzuschließen. Er war schließlich kein Waschlappen der die zwei im Curriculum vorgesehenen Semestern brauchte! Da seine Arbeitsgruppe aus verzogenen, faulen Kleinkindern zu bestehen schien würde, wie IMMER, die Arbeit selbst erledigen müssen! Morgen war schließlich erstes Meeting mit dem betreuenden Dozenten und da sollte man doch schon etwas mehr als ein paar hübsch aussehende PowerPoint Folien auf der Pfanne haben. Nein, er würde einfach so tun als habe er die Asiatinnen nicht bemerkt! Das war definitiv der lohnendere Ansatz!

Was war jetzt eigentlich eine Wareneingangskontrolle – ein Management oder ein Geschäftspozess? Integriertes Management war wirklich nichts für Schubladendenker, der junge Mann nahm seinen Kugelschreiber wieder auf und notierte seine Argumente für die Einstufung als Geschäftsprozess. Aber letztlich wurden Wareneingänge durch ein QM Handbuch vorgeschrieben und definiert... also musste es DOCH ein Managementprozess sein! Er grummelte leicht verärgert und knackte seine Knöchel. Der Wachmann hustete und die Studentinnen unterhielten sich mit gedämpften Stimmen. Es war mittlerweile Stockdunkel. Die meisten seiner Kommilitonen waren jetzt vermutlich dabei sich vollkommen zuzudröhnen und zu diesen seltsamen wummernden Beats Bewegungen zu machen die eher in ein Schlafzimmer als in einen Tanzsaal gehörten. Justin würde seine Zeit nicht mit solchen Trivialitäten verschwenden! Außerdem würde er sich in Diskos eh nur lächerlich machen. Sex, Saufen und „Jumpstyle“ waren schließlich auch Dinge die man üben musste um sie zu beherrschen und zumindest in die letzten beiden Punkte hatte der Nordamerikaner deutlich weniger Zeit gesteckt als andere Menschen... nicht einmal fünf Minuten! Er wischte die störenden Gedanken beiseite und vertiefte sich weiterhin in seine Unterlagen und das Internet. Plötzlich wurde er angesprochen. Er zuckte erschrocken zusammen und musste an sich halten um nicht aufzuspringen oder eine ähnlich aggressive Reaktion zu zeigen. „Entschuldigen sie?“ fragte er leicht verwirrt um Zeit zu gewinnen. Zwei der Studentinnen hatten sich offensichtlich entschieden ihn anzusprechen. Sie wirkten ziemlich unsicher, beinahe verängstigt. Der Junge Mann bemerkte nicht, dass er die beiden Frauen wie ein aus dem Mittagsschlaf gerissener Rentner anblickte.

„Ahm. Entschuldigen... wissen wie man nach Wohnheim kommen?“ fragte eine der beiden. Die Frau, wenn man das junge Ding denn schon so nennen konnte, strich sich eine fettige Haarsträhne aus dem Gesicht und blickte verschämt zur Blondine. Justin verfluchte sich innerlich als seine polnische Erziehung aus den Tiefen des Rückenmarks hervorbrach. Er würde die Mädchen auf jeden Fall bis zum Studentenwohnheim begleiten, egal wie ungelegen es ihm auch kam. Eigentlich könnte er auch auf seinem Zimmer weiterlernen. Seine Mitbewohnerin war bestimmt nicht in der Wohnung! Es war schließlich Freitag Abend und Anne ware bestimmt in irgendeinem Partyschuppen verschollen. Er erhob sich. „Selbstredend. Bitte ein paar Sekunden. Ich packe meine Sachen zusammen und begleite sie bis zum Wohnheim. Ich wollte sowieso gerade gehen.“ bemerkte er in leicht akzentuiertem Mandarin. Er wirkte so förmlich wie ein Adeliger zur Zeit der letzten Kaiser. Die Chinesin stieß einen niedliches Geräusch aus. Sie war definitiv verwundert ihre Muttersprache zu hören. „Du sprichst Mandarin?“ fragte sie ungläubig. „Ich habe noch viel zu lernen.“ merkte Justin in typisch chinesischer Bescheidenheit an. Er deutete sogar ein Verneigung an während er seine Sachen zusammenpackte. „Justin Konietzko den Damen zu Diensten.“ stellte er sich vor. Die zweite Studentin grinste. Offensichtlich nahm sie ihn nicht für voll. „Ich bin Lin und das hier is Amber.“ stellte die hinterhältig spottende Blondine die Fragenstellerin vor. Natürlich waren das nicht ihre richtigen Namen, sondern ihre westlichen Namen die sie ausschließlich für Auslandsaufenthalte anlegten. Er reichte den beiden die Hand, ebenfalls ein Faux-Pas in chinesischer Etikette, packte seine Sachen ein und schritt ihnen voran auf den Ausgang zu.

Er sollte etwas Smalltalk führen um die peinliche Stille zu überbrücke. „Crhm. Was studieren sie Miss Lin?“ fragte er in forschem Tonfall. Es war ihm ein wenig peinlich jemand fremdes mit dem Vornahmen anzusprechen, aber ein Nachnahme war ihm ja nicht genannt worden. Lin brach in schallendes Gelächter aus.

Formelles
Ein Hoch auf die Bürokratie!


Avatarperson:
Dolph Lundgren

Charakterübernahme?
Ja

Abnahme von
Norah Grey, Mason Judge

Probeplay
'Nebencharakter

Re: Justin Janosch Konietzko

#2
Hallo und herzlich Willkommen, Justin Janosch Konietzko :)

Ich habe beim ersten Durchlesen tatsächlich gar nichts gefunden, das ich beanstanden könnte - der Charakter wirkt total durchdacht. Man merkt, wie viel Mühe du dir gegeben hast. Und ich hab die Tränke total gefeiert: Einer widerlicher als der Andere! (lol)
Ich freu mich schon, den Char auf Norah loszulassen... oder umgekehrt. =P

Nachdem ich mich echt angestrengt habe, hab ich aber doch noch eine winzige Kleinigkeit entdeckt: Könntest du noch in ein- zwei Sätzen erzählen, wie Justin andere Wesen erkennt? Gibts einen Zaubertrick, ein magisches Amulett, oder kann er ganz simpel Auren sehen?
Wenn du das eingefügt hast, gehts direkt hier in deiner Charakter-Area für dich weiter.

Erstell dort eine Zeitleiste für deinen Charakter - die kannst du frei gestalten, wie du magst. Danach meld dich bitte nochmal kurz hier, dann wirst du eingefärbt und auf die Weirdos losgelassen :)
...du kennst das Spiel ja schon. (wink)

So long,
Norah
für das Team vom "Austin - keep it weird"
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